Land kauft Wes­tLB-Samm­lung auf Kre­dit

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - KULTUR -

DÜS­SEL­DORF (tor) Die Zu­kunft der mil­lio­nen­schwe­ren Wes­tLB-Kunst­samm­lung ist of­fen­bar be­sie­gelt. Nach In­for­ma­tio­nen un­se­rer Zei­tung aus Ver­hand­lungs­krei­sen wer­den das Fi­nanz- und das Kul­tur­mi­nis­te­ri­um NRW dem Run­den Tisch am Mon­tag ei­nen ge­mein­sa­men Vor­schlag un­ter­brei­ten, nach dem das Land die Samm­lung von der Wes­tLB-Nach­fol­ge­rin Por­ti­gon über­nimmt. Als Kauf­preis wer­den rund 20 Mil­lio­nen Eu­ro kol­por­tiert. Die rund 380 Wer­ke sol­len der lan­des­ei­ge­nen Kunst­samm­lung NRW über­ge­ben wer­den, die sie aus­stel­len und Teile da­von wei­ter­ver­lei­hen darf. Die lan­des­ei­ge­ne NRW-Bank soll dem Land da­für ei­nen Kre­dit zur Ver­fü­gung stel­len, da­mit das Land die Kos­ten über meh­re­re Jah­re stre­cken kann. Die Lan­des­re­gie­rung woll­te sich ges­tern auf Nach­fra­ge nicht da­zu äu­ßern.

Die Ver­hand­lun­gen über die Wes­tLB-Samm­lung zie­hen sich seit Mo­na­ten hin. Por­ti­gon muss die Kunst so­wie drei wert­vol­le Streich­in­stru­men­te im Zu­ge der Ab­wick­lung der zer­schla­ge­nen Lan­des­bank ver­äu­ßern. Der dro­hen­de Kun­stAus­ver­kauf hat­te auch in der Bun­des­re­gie­rung Pro­test aus­ge­löst. Der Run­de Tisch ist mit ex­ter­nen Ex­per­ten und Ver­tre­tern der bei­den be­tei­lig­ten NRW-Mi­nis­te­ri­en be­setzt. Der Wert der Samm­lung wur­de auf 30 Mil­lio­nen Eu­ro ge­schätzt. Al­ler­dings sind wich­ti­ge Wer­ke ge­stoh­len wor­den. Es feh­len elf „Stier“-Li­tho­gra­fi­en von Pa­blo Pi­cas­so im Wert von 400.000 Eu­ro so­wie ein Bild der Ex­pres­sio­nis­tin Ga­b­rie­le Mün­ter im Wert von 600.000 Eu­ro. Die Ar­bei­ten sol­len schon vor über ei­nem Jahr aus ei­nem Por­ti­gon-Tre­sor­raum ge­stoh­len wor­den sein.

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