Carsch-Haus wird 2017 zum No­bel-Out­let

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORFER STADTPOST - VON NI­CO­LE LAN­GE

Kauf­hof-Ei­gen­tü­mer Hud­son’s Bay Com­pa­ny will im Som­mer in dem Wa­ren­haus am Hein­rich-Hei­ne-Platz die ers­te deut­sche Fi­lia­le sei­ner Ket­te Saks Off 5th er­öff­nen. Die­se bie­tet in Nord­ame­ri­ka be­reits er­folg­reich De­si­gner-Mo­de an.

Ei­nes der tra­di­ti­ons­reichs­ten Wa­ren­häu­ser der Stadt steht vor ei­nem gro­ßen Um­bruch: Der ka­na­di­sche Han­dels­kon­zern Hud­son’s Bay Com­pa­ny (HBC) baut das Car­schHaus zur deutsch­land­weit ers­ten Fi­lia­le sei­ner Out­let-Mar­ke Saks Off 5th um. Das Weih­nachts­ge­schäft soll noch ab­ge­war­tet wer­den, et­wa im Fe­bru­ar wird das Wa­ren­haus dann für ei­nen um­fas­sen­den Um­bau ge­schlos­sen. Die Wie­der­er­öff­nung un­ter dem neu­en Na­men ist für den Som­mer 2017 vor­ge­se­hen, wie HBC-Chef Jer­ry Storch ges­tern in Düs­sel­dorf mit­teil­te. „Es bie­tet die Vor­tei­le ei­nes Out­lets, aber eben nicht ir­gend­wo auf der grü­nen Wie­se, son­dern mit­ten auf der Haupt­ein­kauf­stra­ße“, sag­te er. HBC hat­te 2015 die Wa­ren­haus­ket­te Kauf­hof über­nom­men, zu der auch das Carsch-Haus ge­hört.

Das Kauf­haus am Hein­rich-Hei­ne-Platz bot sich als ers­te deut­sche Fi­lia­le und Vor­zei­ge­la­den („Flagship-Sto­re“) der Ket­te an – nicht nur, weil Düs­sel­dorf als Mo­de­stadt da­für ein gu­ter Stand­ort ist. „Es ist ein sehr schö­nes his­to­ri­sches Ge­bäu­de – als wir es das ers­te Mal ge­se­hen ha­ben, ha­ben wir uns ver­liebt“, so Storch. Über­dies liegt das Car­schHaus nur we­ni­ge Me­ter ent­fernt von der Kauf­hof-Fi­lia­le an der Kö­nigs­al­lee, die der­zeit be­reits nach den Vor­stel­lun­gen des ka­na­di­schen Mut­ter­kon­zerns für mehr als 30 Mil­lio­nen Eu­ro um­ge­baut wird. Hät­te man das Glei­che mit dem Carsch-Haus ge­macht, sagt Storch, hät­te es zwi­schen bei­den Häu­sern kei­ne sinn­vol­le Dif­fe­ren­zie­rung mehr ge­ge­ben.

Statt­des­sen zieht im Carsch-Haus die Ver­triebs­li­nie Saks Off 5th ein. In den USA hat sich das Kon­zept, bei dem hoch­wer­ti­ge Mo­de-Mar­ken bil­li­ger an­ge­bo­ten wer­den, be­reits eta­bliert. Auch in Deutsch­land sol­len die Kun­den mit bis zu 70 Pro­zent güns­ti­ge­ren Prei­sen an­ge­lockt wer­den. Teils han­de­le es sich um Pos­ten, die nicht re­gu­lär ab­ver­kauft wur­den und die der Her­stel­ler zu­rück­neh­men muss­te. Das Kon­zept se­he aber bei­spiels­wei­se auch Ver­ein­ba­run­gen mit Her­stel­lern vor, die spe­zi­ell für Saks Off 5th ei­ge­ne Ar­ti­kel her­stel­len. An­ge­bo­ten wer­den De­si­gner-Mo­de, Ac­ces­soires und Schu­he – wel­che Mar­ken es in Düs­sel­dorf kon­kret ge­ben wird, ist noch nicht be­kannt. In den USA bie­ten Häu­ser der Ket­te bei­spiels­wei­se Wa­ren von Dol­ce & Gab­ba­na, Ralph Lau­ren oder Marc Ja­cobs an.

Ge­nutzt wer­den für das Mo­deOut­let-Kon­zept et­wa 3500 Qua­drat­me­ter Ver­kaufs­flä­che in den obe­ren Eta­gen, im Un­ter­ge­schoss zieht die Ho­me-Ab­tei­lung (Heim­tex­ti­li­en und De­ko-Ar­ti­kel) des Kauf­hofs an der Kö ein – bei­de Häu­ser sind durch die Hein­rich-Hei­ne-Pas­sa­ge mit den Zu­gän­gen zur U-Bahn un­ter­ir­disch ver­bun­den. Durch die neu­en U-Bahn­li­ni­en sei dort noch mehr Fre­quenz, heißt es bei HBC. Der Gas­tro-Be­reich im Un­ter­ge­schoss soll er­hal­ten blei­ben.

Wie­viel der Kon­zern in den Car­schhaus-Um­bau in­ves­tiert, wur­de nicht be­zif­fert. Kün­di­gun­gen wird es den An­ga­ben nach nicht ge­ben. Die rund 60 Carsch-Haus-Mit­ar­bei­ter kön­nen dem­nach ent­we­der im neu­en Saks Off 5th an­fan­gen oder zu Kauf­hof wech­seln. Be­richt Sei­te B12

FO­TO: HBC

Der Blick in ei­ne Fi­lia­le von Saks Off 5th in New York zeigt ein auf­ge­räum­tes Am­bi­en­te – et­was küh­ler als das heu­ti­ge im Carsch-Haus.

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