Brown nach tol­ler Show aus­ge­schie­den

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - SPORT -

Der Pu­bli­kums­lieb­ling ver­liert in Wim­ble­don ge­gen den aus­tra­li­schen Ten­nis­pro­fi Kyr­gi­os.

LON­DON (sid) Pu­bli­kums­lieb­ling Dus­tin Brown hat in Wim­ble­don die spek­ta­ku­lä­re Fünf­satz-Show ge­gen den Aus­tra­li­er Nick Kyr­gi­os ver­lo­ren. Nach 2:06 St­un­den Spiel­zeit, zer­pflückt von meh­re­ren Re­gen­pau­sen, un­ter­lag Brown mit 7:6 (7:3), 1:6, 6:2, 4:6, 4:6. Die 4000 Zu­schau­er auf Court 2 der An­la­ge an der Lon­do­ner Church Road ver­ab­schie­de­ten den Deutsch-Ja­mai­ka­ner mit Ex­tra-Ap­plaus, von Kum­pel Kyr­gi­os gab es am Netz ei­ne in­ni­ge Umar­mung.

St­un­den zu­vor hat­te An­ni­ka Beck ei­nen der we­ni­gen tro­cke­nen Mo­men­te am fünf­ten Tur­nier­tag ge­nutzt und sich selbst über­rascht. Die 22-Jäh­ri­ge, die vor Wim­ble­don drei Wo­chen we­gen ei­ner Rü­cken­ver­let­zung pau­siert hat­te, ge­wann ge­gen die Weiß­rus­sin Alex­an­dra Sas­no­wisch mit 6:2, 6:1 und zog erst­mals in die drit­te Run­de des be­deu­tends­ten Ten­nis­tur­niers ein.

Es ist das ers­te Mal in der Ge­schich­te des mo­der­nen Ten­nis (seit 1968), dass fünf deut­sche Spie­le­rin­nen in der drit­ten Run­de ste­hen. Vor Beck hat­ten auch An­ge­li­que Ker­ber (Kiel/Nr. 4), Sa­bi­ne Li­si­cki (Ber­lin), Carina Witt­höft (Ham­burg) und An­na-Le­na Fried­sam (Neu­wied) ih­re Zweit­run­den­matches ge­won­nen. Al­le soll­ten be­reits ges­tern spie­len, doch das eng­li­sche Som- mer­wet­ter mach­te ih­nen ei­nen Strich durch die Rech­nung.

Nun über­le­gen die Or­ga­ni­sa­to­ren, den tra­di­tio­nell spiel­frei­en „Midd­le Sun­day“zu op­fern. In 129 Auf­la­gen zu­vor war dies nur drei­mal pas­siert – 1991, 1997 und 2004. Al­ler­dings ist der Spiel­plan durch den Land­re­gen der­art durch­ein­an­der, dass nach und nach die Op­tio­nen aus­ge­hen. Die bei­den ers­ten Run­den der Her­ren­dop­pel wur­den auf zwei Ge­winn­sät­ze ver­kürzt, und Mat­ches des Ju­nio­ren­tur­niers auf die Ra­sen­plät­ze in Roehamp­ton ver­la­gert.

Dus­tin Brown muss sich mit sol­chen Ge­dan­ken nicht mehr her­um­schla­gen, da­bei hat­te er die Chan­ce, ein Jahr nach sei­nem Sieg ge­gen den spa­ni­schen Star Ra­fa­el Na­dal, er­neut zu über­ra­schen. Nun darf sich Brown da­mit trös­ten, die Er­war­tun­gen des All En­g­land Club, der ihn mit ei­ner Wild­card ins Haupt­feld ge­hievt hat­te, er­füllt zu ha­ben. Ob das der deut­schen Hoff­nung Alex­an­der Zverev und dem Welt­rang­lis­tenErs­ten No­vak Djo­ko­vic aus Ser­bi­en noch ge­lingt, muss sich heu­te zei­gen. Ih­re Mat­ches wur­den we­gen Re­gens ab­ge­bro­chen. Wäh­rend Zverev im fünf­ten Satz ge­gen den Rus­sen Mich­ail Ju­sch­ni 2:1 führt, liegt Djo­ko­vic ge­gen den Ame­ri­ka­ner Sam Qu­er­rey sen­sa­tio­nell mit 0:2 (6:7, 1:6) Sät­zen zu­rück.

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