Bäu­me in der Stadt: Bloß kein Stress!

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - KINDERSEITE -

Kommt ein Ha­se zum Fahr­rad­händ­ler und

fragt: „Had­du Möhr­chen?“„Nein.“Am nächs­ten Tag kommt der Ha­se wie­der und fragt: „Had­du Möhr­chen?“„Nein.“Am nächs­ten Tag fragt er wie­der: „Had­du Möhr­chen?“„Nein“, sagt der Fahr­rad­händ­ler, „aber wenn du mor­gen wie­der kommst, na­ge­le ich dich an die Wand.“Der Ha­se kommt am nächs­ten Tag trotz­dem wie­der und fragt: „Had­du Nä­gel?“„Nein, nein, nein!“, ruft der Fahr­rad­händ­ler. Da sagt der Ha­se: „Gut! Had­du Möhr­chen?“(Eli­as, 10)

Geht ein Frosch ins Ein­kaufs­zen­trum. Der Ver­käu­fer fragt: „Was möch­ten Sie ha­ben?“Der Frosch:

„Quark!“(Ni­co, 9)

Tref­fen sich zwei Fi­sche. Der ei­ne Fisch sagt: „Hi“, der an­de­re Fisch fragt: „Wo?“

(Ev­ge­nia, 10) „Herr Ober, in mei­nem Glas er­trinkt ge­ra­de ei­ne Flie­ge.“Dar­auf der Ober: „Wir kön­nen ja nicht an je­dem Glas ei­nen Ret­tungs­ring be­fes­ti­gen.“

(Nad­ja, 10) Es gibt Zeug­nis­se. Sa­bi­ne geht wei­nend zum Leh­rer und fragt: „War­um ha­be ich in Ma­the ei­ne 6?“„Weil es

kei­ne 7 gibt.“(Ro­sa, 9)

Es sieht fast so aus, als wach­se der Baum aus dem grau­en Be­ton. Er steht an ei­ner Stra­ße am Ran­de ei­nes Bür­ger­steigs. Im­mer wie­der kom­men Hun­de, schnup­pern und he­ben ihr Bein. So geht es vie­len Bäu­men, die in Städ­ten wach­sen, zum Bei­spiel in Ham­burg und Ber­lin. Sie le­ben zwi­schen Be­ton und Au­to­ver­kehr. Von au­ßen ist kaum zu er­ken­nen, ob sie sich wohl­füh­len oder nicht. Die Blät­ter sind grün, der Stamm ist kräf­tig. Aber Fach­leu­te sa­gen: Vie­le Bäu­me in der Stadt lei­den un­ter Stress. Da­mit ist nicht der Stress ge­meint, den Men­schen ha­ben. Bäu­me kla­gen nicht über zu vie­le Haus­auf­ga­ben, vol­le Ter­min­ka­len­der oder was uns sonst ge­ra­de nervt. Vie­le Bäu­me lei­den dar­un­ter, dass sie in der Stadt nicht so le­ben kön­nen, wie es ih­rer Na­tur ent­spricht. Das größ­te Pro­blem: zu we­nig Platz! Stra­ßen­bäu­me ha­ben oft nur we­nig Er­de um sich her­um. Stra­ßen wer­den so tief und fest in

Kann ein Baum Stress ha­ben? Er steht doch nur her­um und tut nichts. Aber Fach­leu­te sa­gen: Es gibt vie­le Din­ge, die Bäu­me an­stren­gen – vor al­lem in Städ­ten.

den Un­ter­grund ge­baut, dass sich die Wur­zeln im Erd­reich nicht rich­tig aus­brei­ten kön­nen. Da­durch kom­men sie schlecht an Nähr­stof­fe und Was­ser. Wenn es im Som­mer heiß wird, brau­chen Bäu­me be­son­ders viel Was­ser. In der Stadt ist es dann aber oft noch wär­mer und tro­cke- ner als bei­spiels­wei­se im Wald. Be­ton auf Stra­ßen und von Ge­bäu­den spei­chert tags­über die Wär­me und gibt sie nachts an ih­re Um­ge­bung ab. Den Bäu­men fehlt um­so mehr küh­le Luft. Weil in Städ­ten vie­le Flä­chen zu­ge­pflas­tert sind, kann der Bo­den bei Re­gen nicht so viel Was­ser auf­neh­men wie ei­ne Wie­se. Das führt da­zu, dass Bäu­me un­ter Tro­cken­heit lei­den. Es ist schwie­rig für sie, an Was­ser her­an­zu­kom­men. Au­tos ver­schmut­zen die Luft mit ih­ren Ab­ga­sen und rüt­teln den Bo­den durch, in­dem sie im­mer wie­der dar­über­fah­ren. Der Bo­den wird da­durch fes­ter. Das macht es für Bäu­me noch schwie­ri­ger, Luft und Was­ser an ih­re Wur­zeln zu las­sen. Wenn sie dau­ernd zum Hun­de­klo wer­den, schä­digt das die Wur­zeln. Vie­le Bäu­me sind so schwach, dass sie an­fäl­lig für Krank­hei­ten wer­den und sich ge­gen Pil­ze oder Schäd­lin­ge nicht mehr gut weh­ren kön­nen. Fach­leu­te for­dern des­halb: Da­mit Bäu­me den Stress bes­ser über­ste­hen und nicht krank wer­den, müs­sen sie gut ge­pflegt wer­den. Da­zu kann so­gar je­der bei­tra­gen: zum Bei- spiel mit ein paar Ei­mern Was­ser an ei­nem hei­ßen Som­mer­tag! Wuss­test du, dass der Stress von Stadt­bäu­men im Som­mer teil­wei­se mit dem Win­ter zu tun hat? Bei Schnee und Eis streu­en man­che Men­schen Salz auf Geh­we­ge und Stra­ßen, da­mit das Eis taut und man nicht aus­rutscht. Aber das bin­det die Feuch­tig­keit in der Er­de. In Tro­cken­zei­ten kom­men die Bäu­me da­durch noch schlech­ter an Was­ser. Au­ßer­dem neh­men die Bäu­me Salz aus dem Bo­den mit auf. Es ge­langt so bis in die Blät­ter und kann Schä­den ver­ur­sa­chen, wie ein Ex­per­te er­klärt. Das sieht man dar­an, dass die Rän­der der Blät­ter sich braun fär­ben. Ei­ne Stadt oh­ne Bäu­me wä­re ziem­lich grau. Die Bäu­me ma­chen sie grün und vie­le Men­schen füh­len sich woh­ler, wenn um sie her­um ein biss­chen Na­tur wächst. So ent­stand der Be­griff „Vit­amin G“. Das be­deu­tet so viel wie „Vit­amin Grün“. Die­ses Vit­amin gibt es nicht wirk­lich. Aber da­mit ist ge­meint, dass grü­ne Pflan­zen und Bäu­me in der Stadt zum Wohl­füh­len und Ge­sund­blei­ben bei­tra­gen kön­nen. dpa

FO­TO: DPA

Bäu­me in der Stadt ha­ben nur we­nig Platz für ih­re Wur­zeln.

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