Un­zu­frie­de­ne Kun­den

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - EHEWÜNSCHE&BEKANNTSCHAFTEN -

Der Fall In ei­nem vor dem Ar­beits­ge­richt Köln ver­han­del­ten Fall ar­bei­te­te ei­ne Frau bei ei­ner Fir­ma, die Di­enst­leis­tun­gen im Be­reich Rei­ni­gung und Ca­te­ring er­bringt. Ein Kun­de er­teil­te der Frau Haus­ver­bot. Er be­grün­de­te das da­mit, dass sie an­de­re Mit­ar­bei­ter mob­be und schlecht ar­bei­te. Dar­auf kün­dig­te ihr der Ar­beit­ge­ber. Die Frau fühl­te sich un­ge­recht be­han­delt und klag­te. Kla­ge Die Kla­ge war er­folg­reich. Die Kün­di­gung ist un­wirk­sam, stell­te das Ge­richt fest. Zu sei­nen Vor­wür­fen hät­te der Ar­beit­ge­ber kon­kre­te Aus­füh­run­gen­ma­chen­müs­sen. Die pau­scha­le Be­haup­tung, un­zu­frie­den zu sein, reicht nicht aus. Wei­ter ha­be der Kun­de nicht mit ei­nem Ab­bruch der Ge­schäfts­be­zie­hun­gen ge­droht, wenn der Ar­beit­ge­ber die Frau wei­ter­be­schäf­tigt. Er ha­be der Ar­beit­neh­me­rin viel­mehr ein Haus­ver­bot er­teilt. Der Ar­beit­ge­ber hät­te zu­dem vor der Kün­di­gung al­le an­de­ren in Be­tracht kom­men­den Mit­tel aus­schöp­fen müs­sen, um ei­nen wei­te­ren Ein­satz zu er­rei­chen. Hin­ter­grund Sind Kun­den mit der Leis­tung ei­nes Mit­ar­bei­ters un­zu­frie­den, kann der Ar­beit­ge­ber ihm kün­di­gen. Die Vor­aus­set­zun­gen sind je­doch hoch. Der Kun­de muss mit ei­nem Nach­teil für den Ar­beit­ge­ber dro­hen, für den Fall, dass der den Ar­beit­neh­mer nicht ent­lässt. Au­ßer­dem muss die Kün­di­gung das letz­te Mit­tel sein, und dem Ar­beit­ge­ber muss ein schwe­rer, wirt­schaft­li­cher Scha­den ent­ste­hen. Dar­auf weist der Deut­sche An­walt­ver­eins (DAV) hin. Er in­for­miert über die vor­her ge­nann­te Ent­schei­dung des Ar­beits­ge­richts Köln (Az.: 1 Ca 5854/14).

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