Con­te: „Es war ei­ne Eh­re, Ita­li­ens Team zu trai­nie­ren“

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - FUßBALL-EM 2016 -

MONT­PEL­LIER (dpa/sid) Trai­ner An­to­nio Con­te hat sich am Tag nach dem EM-Aus ge­gen Deutsch­land emo­tio­nal von Ita­li­ens Na­tio­nal­mann­schaft ver­ab­schie­det. „Ich bin heu­te sehr mit­ge­nom­men, weil man rea­li­siert, dass es vor­bei ist“, sag­te der Fuß­ball-Na­tio­nal­trai­ner bei ei­ner Pres­se­kon­fe­renz am Tag nach dem 6:7 nach Elf­me­ter­schie­ßen im EM-Vier­tel­fi­na­le. „Es tut mir leid, sehr leid. Es war wirk­lich ei­ne gro­ße Eh­re, die­se Jungs zu trai­nie­ren“, sag­te Con­te im Quar­tier der Az­zur­ri in Mont­pel­lier kurz vor dem Rück­flug nach Ita­li­en.

Das Team soll­te ges­tern Nach­mit­tag mit ei­ner Son­der­ma­schi­ne nach Ita­li­en zu­rück­keh­ren. „Ich ha­be al­les, was ich hat­te, in die­se Ar­beit ge­legt“, sag­te Con­te, der nun zum FC Chel­sea wech­selt. „Ich wün­sche mir, dass es ein ,Auf Wie­der­se­hen’ und kein Ab­schied ist.“Ver­bands­prä­si­dent Car­lo Ta­ve­c­chio sag­te: „Ich hof­fe, dass Con­te zu­rück­kehrt. Und es ist nicht ge­sagt, dass das nicht bald ist.“

Zu­nächst ein­mal über­nimmt je­doch Giam­pie­ro Ven­tura das Amt, er soll am 19. Ju­li vor­ge­stellt wer­den. „Ich wün­sche der Na­tio­nal­elf und Ven­tura al­les Gu­te. Ich hof­fe, dass ich ei­nen Fuß­ab­druck hin­ter­las­sen ha­be, der uns wie­der nach ganz oben brin­gen kann“, sag­te Con­te. Ta­ve­c­chio be­ton­te: „Heu­te ist ein Start­punkt, wir be­gin­nen jetzt. Der Kurs ist vor­ge­zeich­net, wir dür­fen jetzt nicht auf­hö­ren.“

„Die Nie­der­la­ge schmerzt wirk­lich. Aber jetzt wen­det die Squa­dra das Blatt und star­tet aufs Neue“, schrieb die Zei­tung Tut­to­sport dann auch hoff­nungs­voll. Auch Con­te, der je­dem Spie­ler zum Ab­schied per­sön­lich die Hand schüt­tel­te und gra­tu­lier­te, traut der Mann­schaft ei­ne gro­ße Zu­kunft zu: „Die­se Ge­ne­ra­ti­on kann sehr weit kom­men. Ich hin­ter­las­se ei­ne klei­ne Kriegs­ma­schi­ne.“

Con­te selbst ver­ab­schie­de­te sich ges­tern erst ein­mal in ei­nen ein­wö­chi­gen Ur­laub. „Ich wer­de ver­su­chen, mich von die­ser Ent­täu­schung zu er­ho­len“, sag­te der „Mis­ter“und rich­te­te den Blick lie­ber nach vor­ne: „Und dann be­ginnt das gro­ße Aben­teu­er bei Chel­sea. Es wird ei­ne Her­aus­for­de­rung. Aber ich lie­be Her­aus­for­de­run­gen.“

FOTO: REU­TERS

An­to­nio Con­te

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