Ein am­bi­tio­nier­ter Zeit­plan und ge­rin­ge Ak­zep­tanz

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - STIMME DES WESTENS -

Vor­ge­hen Nach Re­gie­rungs­an­ga­ben soll die Su­che schnell be­gin­nen und bis 2030 ab­ge­schlos­sen sein. Zwei Jahr­zehn­te sind für die Ge­neh­mi­gungs­ver­fah­ren ge­plant, ab 2050 soll das End­la­ger mit Atom­müll be­füllt wer­den. Pro­blem As­se Ra­dio­ak­ti­ver Müll, der im La­ger As­se teils aus Be­häl­tern aus­tritt, soll auch in ei­nem End­la­ger un­ter­ge­bracht wer­den. Al­ler­dings zeich­net sich be­reits ab, dass es schwie­rig wer­den könn­te, ein so­ge­nann­tes Kom­biLa­ger zu fin­den, in dem so­wohl hoch ra­dio­ak­ti­ver Müll als auch As­se-Ab­fäl­le ge­la­gert wer­den kön­nen. Grund da­für sind die un­ter­schied­li­chen phy­si­ka­li­schen An­for­de­run­gen. Ak­zep­tanz ei­nes End­la­gers Fast je­der zwei­te Deut­sche wür­de der Ent­schei­dung für ei­nen End­la­ger­stand­ort kaum oder gar nicht ver­trau­en. Das er­gab ei­ne Em­nid-Um­fra­ge im Auf­trag der End­la­gerkom­mis­si­on, die un­se­rer Re­dak­ti­on vor­liegt. Wei­te­re 47 Pro­zent der Be­frag­ten sa­gen, die Bür­ger in der Re­gi­on ei­nes Stand­orts soll­ten die Ent­schei­dung nicht ak­zep­tie­ren. 74 Pro­zent hal­ten je­doch die Su­che in ganz Deutsch­land für rich­tig, mit 80 Pro­zent steht für sie die Si­cher­heit an ers­ter Stel­le bei der Aus­wahl. Die Kom­mis­si­on selbst war aber nur et­wa ei­nem Vier­tel der Be­frag­ten be­kannt.

FO­TO: DPA

Ein Spe­zi­al­fahr­zeug schlägt Salz­bro­cken im Er­kun­dungs­berg­werk Gorleben von der Wand.

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