Um­welt­bun­des­amt: Lie­ber Bal­kon als Flug­rei­se

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - POLITIK -

BER­LIN (dpa/jd) Zu Be­ginn der Ur­laubs­zeit mahnt das Um­welt­bun­des­amt die Bür­ger, kli­ma­schäd­li­che Flug­rei­sen mög­lichst zu ver­mei­den. Je nä­her das Rei­se­ziel, des­to ge­rin­ger die Um­welt­schä­den, mahn­te das Amt: „Die um­welt­freund­lichs­te Ur­laubs­va­ri­an­te ist da­her der Ur­laub auf Bal­ko­ni­en oder im Schre­ber­gar­ten.“Auch Rad- und Wan­der­ur­lau­be sei­en Al­ter­na­ti­ven. An die Po­li­tik ap­pel­lier­te das Amt, Flie­gen über Sub­ven­tio­nen nicht künst­lich zu ver­bil­li­gen. Bun­des­um­welt­mi­nis­te­rin Bar­ba­ra Hend­ricks (SPD) hält nichts von dem Ap­pell. „Ver­zichts­rhe­to­rik“sei nicht der rich­ti­ge Weg, um den Flug­ver­kehr kli­ma­ver­träg­li­cher zu ma­chen, sag­te sie und warb für „glo­ba­le Lö­sun­gen“. Uni­ons­frak­ti­ons­vi­ze Micha­el Fuchs spot­te­te: „Vor 100 Jah­ren hät­te das Um­welt­bun­des­amt ge­for­dert, mehr Kut­sche und we­ni­ger Au­to zu fah­ren. Das hät­te an der tech­ni­schen Ent­wick­lung aber auch nichts ge­än­dert.“Die For­de­rung des Am­tes sei rea­li­täts­fern.

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