Auf der gan­zen Welt un­ter­wegs

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORFER SPORT - VON MAN­FRED JO­HANN

Der Groundhop­per Karl-Heinz St­ein hat zahl­rei­che Fuß­ball­sta­di­en be­sucht. Heu­te fei­ert er Ge­burts­tag.

Karl-Heinz St­ein hat ein aus­ge­fal­le­nes Hob­by. Der Ra­ther ist ein so­ge­nann­ter Groundhop­per. Die­ser aus dem Eng­li­schen stam­men­de Aus­druck be­zeich­net Men­schen, die Fuß­ball­spie­le in mög­lichst vie­len Sta­di­en im In- und Aus­land be­su­chen. „Ich bin wahr­schein­lich der Er­fin­der des Groundhop­pings“, sagt St­ein, der sich selbst als „fuß­ball-be­kloppt“be­zeich­net.

Wie vie­le Fuß­ball­plät­ze er ins­ge­samt be­sucht hat, weiß er nicht genau. „Min­des­tens 10.000 von den gro­ßen Are­nen bis zu klei­nen Asche­plät­ze in Eu­ro­pa und an­de­ren Kon­ti­nen­ten wer­den es be­stimmt sein“, meint er. Meh­re­re „Grounds“ge­hö­ren zu sei­nen Lieb­lings­plät­zen. Da­zu zählt der über 100 Jah­re al­te Bo­leyn Ground, in dem der eng­li- sche Pro­fi­ver­ein West Ham Uni­ted bis zu die­sem Som­mer zu Hau­se war. „Dort ha­be ich be­reits 30 Heim­spie­le der Irons mit­er­lebt“, schwärmt St­ein vom Lon­do­ner Klub. „Jetzt zie­hen sie lei­der ins Olym­pia­sta­di­on um.“

Sein Fa­vo­rit bleibt aber das Ra­ther Wald­sta­di­on und der dort spie­len­de Ra­ther SV. „Hier ha­be ich 1950 selbst mit dem Fuß­ball­spie­len be­gonn­nen. Ich hät­te zwar auch zur Fortu­na ge­konnt, aber der Ra­ther SV war und ist mein Lieb­lings­ver­ein,“be­tont St­ein, der vor al­lem als rech­ter Läu­fer ein­ge­setzt wur­de. Als Ju­gend­li­cher war er beim ers­ten AJu­gend­tur­nier des RSV im Mai 1959 da­bei. Drei­mal war er im Ein­satz für die Nie­der­rhein-Aus­wahl. Elf Be­ru­fun­gen er­hielt er für die A-Ju­gend Stadt­aus­wahl, wo er an der Sei­te des spä­te­ren Na­tio­nal­spie­lers Pe­ter Mey­er über die Plät­ze stürm­te. Wäh­rend sei­ner Bun­des­wehr­zeit in Rhein­land-Pfalz spiel­te St­ein für den SV Nie­der­lahn­stein und lern­te dort den eben­falls sta­tio­nier­ten spä­te­ren Na­tio­nal­spie­ler Han­nes Löhr ken­nen. Nach En­de sei­ner Wehr­pflicht­zeit führ­te ihn sein Weg wie­der zu­rück nach Rath. Sei­ne Kar­rie­re als Ak­ti­ver be­en­de­te bei den Al­ten Her­ren in Grui­ten.

Im­mer wie­der in den ver­gan­ge­nen Jah­ren wur­de er von sei­nem Lieb­lings­ver­ein um Rat ge­fragt, wur­de so­gar ge­drängt, das Amt des Vor­sit­zen­den zu über­neh­men. In der zu­rück­lie­gen­den Spiel­zeit hat er sich über den früh­zei­ti­gen Klas­sen­er­halt des RSV als Auf­stei­ger in die Lan­des­li­ga ge­freut. Er leug­net aber nicht, wie sehr ihn die per­so­nel­len Que­re­len in der zwei­ten Hälf­te der Sai­son be­trof­fen ge­macht ha­ben. „Das war ei­ne trau­ri­ge Sa­che, die da in Rath ab­ge­lau­fen ist“, meint er. Er hofft, dass die Wahl von Eve­lyn Amos und Die­ter Burch­artz als Vor­sit­zen­de wie­der Ru­he in sei­nen Lieb­lings­ver­ein bringt. Zu sei­nem heu­ti­gen 75. Ge­burts­tag wä­re das vi­el­leicht das schöns­te Ge­schenk.

FO­TO: HORSTMÜLLER

Zu Tay­lan Du­mans größ­ten Stär­ken zählt das Pass­spiel.

FO­TO: ANDRE­AS BRETZ

Karl-Heinz St­ein

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