DEG star­tet mit dem Som­mer­trai­ning

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORFER SPORT - VON THO­MAS SCHUL­ZE

Das war für die Düs­sel­dor­fer Eis­ho­ckey­cracks ein er­eig­nis­rei­cher Tag. Nur we­ni­ge Mi­nu­ten, nach­dem Trai­ner Chris­tof Kreut­zer die Spie­ler erst­mals um sich ver­sam­melt hat­te, gab die Li­ga den Spiel­plan für die kom­men­de Sai­son be­kannt.

Die Spie­ler der DEG schwit­zen, stöh­nen und äch­zen – im Kraft­raum der Leicht­ath­le­tik­hal­le der Are­na, der ei­ner Fol­ter­kam­mer gleicht. Beim Ge­wicht­he­ben zum Bei­spiel wer­den die Ar­me von Stoß zu Stoß schwe­rer. Als Hen­ry Haa­se auf der Bank liegt und die Stan­ge mit den Ge­wich­ten in die Hö­he stemmt, si­chert Da­ni­el Weiß ihn ab dem sieb­ten Stoß ab. Beim neun­ten ge­hen die Ar­me deut­lich lang­sa­mer in die Hö­he, beim zehn­ten und letz­ten Stoß so ge­ra­de noch. Die Fortu­na-Spie­ler, die der DEG ei­nen Be­such ab­stat­ten, sind be­ein­druckt. Zehn Sta­tio­nen à vier Sät­ze ab­sol­vie­ren die Eis­ho­ckey­spie­ler an die­sem Vor­mit­tag. Nach zwei St­un­den geht es raus auf den Ra­sen zu ei­nem Fuß­ball­spiel.

15 der 27 zum Ka­der ge­hö­ren­den Spie­ler ha­ben Chris­tof Kreut­zer und sein As­sis­tent To­bi­as Ab­strei­ter zum Trai­nings­auf­takt um sich ver­sam­melt. Mar­cel Brandt, der we­gen ge­ris­se­ner Bän­der an der Hüf­te ope­riert wur­de, ist auf Krü­cken ge­kom­men, um sei­ne Mit­spie­ler zu be­grü­ßen. Ma­thi­as Nie­der­ber­ger und Ma­nu­el Stro­del ha­ben nach ih­rem in­ten­si­ven Som­mer­trai­ning in Ka­na­da noch frei, Chris­toph Gaw­lik ab­sol­viert noch wei­te­re zwei Wo­chen sei­ne Reha, Alex­an­der Bar­ta, Ste­phan Da­sch­ner und Bern­hard Eb­ner feh­len noch. Und na­tür­lich die sechs Aus­län­der. Sie tru­deln in den nächs­ten Ta­gen ein und sind spä­tes­tens am 15. Ju­li zum ers­ten Eis­trai­ning an der Brehm­stra­ße. Sor­gen, dass sie dann ei­nen Trai­nings­rück­stand ha­ben, hat Kreut­zer nicht. „Sie sind al­le alt ge­nug“, sagt der Trai­ner. „Das Ent­schei­den­de aber ist, dass ich ih­nen ver­traue. Wenn die­ses Ver­trau­en miss­braucht wird, wird es für den­je­ni­gen al­ler­dings sehr schwer.“Das hat im Vor­jahr Tra­vis Turn­bull zu spü­ren be­kom­men. Der Tor­jä­ger und Pu­bli­kums­lieb­ling kam vier Wo­chen spä­ter, fand nicht mehr den An­schluss und muss­te noch vor Weih­nach­ten ge­hen.

Dass die DEG die Som­mer­pau­se ge­nutzt hat, um auch im wirt­schaft­li­chen Be­reich die Wei­chen zu stel­len, freut Kreut­zer na­tür­lich. „Ich pla­ne als Trai­ner im­mer län­ger­fris­tig, nie nur ei­ne Sai­son“, sagt er. „Ei­ne Mann­schaft muss wach­sen, und wenn man sie auf­baut, muss das mit Weit­sicht ge­sche­hen. Da ist solch ein Drei-Jah­res-Plan na­tür­lich be­ru­hi­gend.“

Dass die DEG gleich mit zwei Heim­spie­len ge­gen Iser­lohn und Ber­lin star­tet, freut den Coach: „Wir ha­ben zu­letzt im­mer aus­wärts be­gon­nen.“Auch den Neu­ling Fisch­town Pin­gu­ins aus Bre­mer­ha­ven sieht er po­si­tiv: „Sie wa­ren in der DEL zwei Jah­re lang top, ha­ben sehr gu­te Ar­beit ge­leis­tet und im­mer für Auf- und Ab­stieg ge­kämpft.“

„Wer mein Ver­trau­en

miss­braucht, hat es an­schlie­ßend

sehr schwer“

Chris­tof Kreut­zer

Trai­ner

FO­TO: HORSTMÜLLER

Die Neu­zu­gän­ge po­sie­ren in der klei­nen Pau­se für den Fo­to­gra­fen (von links): Jo­han­nes Huß, Hen­ry Haa­se, Nick­las Man­nes und Da­ni­el Weiß.

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