Wer hat die­se Klin­gel­tö­ne er­laubt?

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORFER STADTPOST -

Frü­her war es still in Düs­sel­dorf, Men­schen un­ter­hiel­ten sich lei­se, hin und wie­der rat­ter­te ei­ne Stra­ßen­bahn vor­bei. Heu­te re­giert der Krach. Und da­mit ist nicht mal Flug­lärm oder die A 46 in Wers­ten ge­meint, son­dern der Lärm aus der Ho­sen­ta­sche. Denn dem an­fäng­li­chen „Ding, ding, ding. Ding. Ding!“ei­nes Bon­ner Te­le­kom­mu­ni­ka­ti­ons­un­ter­neh­mens ist längst ein kra­chen­des Sam­mel­su­ri­um wahr­haft schreck­li­cher In­di­vi­du­al-Klin­gel­tö­ne ge­wi­chen. Oder freu­en Sie sich, wenn bei Ih­rem Schreib­ti­sch­nach­barn zum zehn­ten Mal „Hey, Pip­pi Langs­trumpf, hol­la hi, hol­la hoh, hol­la hop­sas­sa“oder zur­zeit die Lof­sön­gur ge­nann­te „Na­tio­nal­hym­ne Is­lands“aus dem Smart­pho­ne don­nert? Im Bus hin­ten ein­stei­gen ist in Deutsch­land ge­nau­so ver­bo­ten wie Kau­gum­mi auf den Bo­den spu­cken. Aber bei Klin­gel­tö­nen ist der Staat auf bei­den Au­gen blind! Wo ist der Ge­setz­ge­ber, wenn man ihn braucht? Sie mei­nen, man soll­te nicht al­les ver­bie­ten, was Men­schen quält? Gut. Dann gibt es doch si­cher an­de­re We­ge. Ei­ne Lö­sung könn­te die „Ge­sell­schaft für mu­si­ka­li­sche Auf­füh­rungs- und me­cha­ni­sche Ver­viel­fäl­ti­gungs­rech­te“, kurz GE­MA, sein. Sonst eher läs­tig, könn­te sie et­wa ho­he Ge­büh­ren ein­zie­hen, wenn ein Klin­gel­ton vor mehr als sie­ben Leu­ten ab­ge­spielt wird (et­wa in der Rhein­bahn) und so­mit als öf­fent­li­ches Kon­zert gilt. Dann droh­ten­de­mK­lin­gel­ton-Emit­ten­ten saf­ti­ge Zah­lun­gen, for­dert tb

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