Es geht ums DRK

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORF -

Ich ha­be die kom­men­tie­ren­de Meinung von Herrn Ruhnau mit In­ter­es­se ge­le­sen. Die Con­clu­sio ist al­ler­dings falsch, geht es hier doch nicht um das Grund­recht Freie Mei­nungs­äu­ße­rung, son­dern um ei­nen zen­tra­len Grund­satz al­ler Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen, auch des Ro­ten Kreu­zes. Die­se wer­den ge­re­gelt in „Grund­sät­ze der In­ter­na­tio­na­len Rot­kreuz- und Rothalb­mond­be­we­gung“, (nach­zu­le­sen auch auf Wi­ki­pe­dia). Die sie­ben Grund­sät­ze der Be­we­gung lau­ten Men­sch­lich­keit, Un­par­tei­lich­keit, Neu­tra­li­tät, Un­ab­hän­gig­keit, Frei­wil­lig­keit, Ein­heit und Uni­ver­sa­li­tät. Die­sen Grund­sät­zen sind al­le Mit­glie­der und Or­ga­ni­sa­tio­nen des Ro­ten Kreu­zes oder Ro­ten Halb­mon­des ver­pflich­tet. Sie sind au­ßer­or­dent­lich wich­tig, da­mit das Ro­te Kreuz und an­de­re Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen übe­r­all Zu­gang zu Ver­folg­ten und Hil­fe­be­dürf­ti­gen ha­ben, auch in po­li­tisch höchst ge­fähr­li­chen Si­tua­tio­nen, po­li­tisch nicht selbst ver­folgt wer­den, auch in Län­dern mit Herr­schafts­re­gi­men, und de­ren Hel­fer hof­fent­lich kör­per­lich un­ver­sehrt blei­ben. Neu­tra­li­tät ist le­bens­ent­schei­dend. Je­de po­li­ti­sche Par­tei­nah­me oder Ein­ver­nah­me läuft die­sem Ziel zu­wi­der und ist ge­fähr­lich. Die (dis­ku­ta­ble) Äu­ße­rung von Herrn Lehne (CDU) bei ei­nem Auf- tritt als Funk­tio­när des Ro­tes Kreuz läuft die­sem so wich­ti­gen Ziel dia­me­tral ent­ge­gen. Und nur dar­um geht es! Herr Lehne darf und soll sei­ne Weis­hei­ten ver­kün­den wo er will, und dies macht er ja auch reich­lich. Aber nicht in der Ja­cke des Ro­ten Kreu­zes. Die muss er da­für aus­zie­hen. Cle­mens Jahn Meer­busch dass er die Rechts­la­ge kennt. An­de­rer­seits ist er si­cher­lich kein aus­ge­präg­ter Sym­pa­thie­trä­ger, so dass der po­li­ti­sche Geg­ner ei­ne will­kom­me­ne Chan­ce zur Ent­rüs­tung wit­ter­te. So ist lei­der der Vor­wahl­kampf. Viel är­ger­li­cher ist aber , dass auch ei­ni­ge Hel­fer vor Ort und ins­be­son­de­re auch Tei­le des DRK der Ver­su­chung nicht wi­der­ste­hen konn­ten, son­dern un­be­dingt ihr po­li­ti­sches Süpp­chen ko­chen und über Olaf Lehne her­fal­len muss­ten Da­mit ha­ben sie al­ler­dings der Sa­che ei­ner un­ei­gen­nüt­zi­gen Flücht­lings­be­treu­ung ei­nen Bä­ren­dienst er­wie­sen. Wal­ter Pels­hen­ke Golz­heim

RP-FO­TO: ENDERMANN

Olaf Lehne ist in sei­ner Rol­le als Vor­sit­zen­der des DRK in Düs­sel­dorf in die Kri­tik ge­ra­ten. Er hat­te die Ab­schie­bung von Brand­stif­tern ge­for­dert.

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