Mot­ten­kis­te

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - STIMME DES WESTENS -

Die CDU hält das von der SPD vor­ge­schla­ge­ne EU-In­ves­ti­ti­ons­pro­gramm für ei­nen Griff in die so­zia­lis­ti­sche „Mot­ten­kis­te“. Das Wort stammt aus der Thea­ter­spra­che und be­zeich­net den Gar­de­ro­ben­fun­dus, der oft mit Mot­ten­pul­ver ver­se­hen war. Was aus der Mot­ten­kis­te kommt, ist al­so an­ge­staubt oder ver­al­tet. Glaubt man den po­li­ti­schen Kom­men­ta­ren, so ste­hen an je­der Ecke des Lan­des Mot­ten­kis­ten her­um, aus de­nen sich je­den Tag je­de Men­ge Men­schen be­die­nen. Auf die­se Wei­se ist der Ein­druck ent­stan­den, der Griff in die Mot­ten­kis­te sei zwar po­li­tisch nicht le­gi­tim, aber le­gal, was wie­der­um da­zu ge­führt hat, dass sich Leu­te mir nichts dir nichts aus Alt­klei­der­con­tai­nern be­die­nen, ja so­gar ei­ne re­gel­rech­te Alt­klei­der­klau-Ma­fia ent­stan­den ist. Bes­ser, man mot­te­te den Be­griff bal­digst ein. bew

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