NRW-Neu­ver­schul­dung sinkt dank ei­nes Son­der­ef­fekts

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - POLITIK - VON THO­MAS REISENER

DÜS­SEL­DORF Das Lan­des­ka­bi­nett hat sich ges­tern auf ei­ne mit­tel­fris­ti­ge Fi­nanz­pla­nung ge­ei­nigt. Dem­nach soll die Neu­ver­schul­dung bis 2020 wie vom Grund­ge­setz vor­ge­ge­ben kon­ti­nu­ier­lich auf null sin­ken, so dass NRW ab 2020 erst­mals Schul­den ab­bau­en wür­de.

2017 soll die Neu­ver­schul­dung von jetzt 1,8 Mil­li­ar­den Eu­ro auf dann 1,6 Mil­li­ar­den Eu­ro sin­ken. Das Ziel er­reicht NRW-Fi­nanz­mi­nis­ter Nor­bert Wal­ter-Bor­jans (SPD) aber nur mit ei­nem Son­der­ef­fekt. Wie er ges­tern bei ei­ner Pres­se­kon­fe­renz auf Nach­fra­ge ein­räum­te, muss der lan­des­ei­ge­ne BLB da­für an­stel­le der bis­lang ge­plan­ten 500 Mil­lio­nen Eu­ro aus ei­nem Kre­dit im kom­men­den Jahr 800 Mil­lio­nen Eu­ro an den Lan­des­haus­halt ab­füh­ren. Oh­ne die­sen Ef­fekt wür­de die Neu­ver­schul­dung im kom­men­den Jahr stei­gen.

Mor­gen wird der Bun­des­tag ei­ne Re­form des Se­xu­al­straf­rechts be­schlie­ßen und da­mit den Grund­satz „Nein heißt Nein“im Ge­setz ver­an­kern. Zur Sym­bol­fi­gur die­ser Re­form ist Gi­na-Li­sa Loh­fink ge­wor­den, Schau­spie­le­rin, Mo­del und Par­ty­girl. Ih­re Ge­schich­te über ei­ne an­geb­li­che Ver­ge­wal­ti­gung ha­ben Po­li­ti­ker und Fe­mi­nis­tin­nen zum Be­leg für die Not­wen­dig­keit ei­ner Ge­set­zes­re­form ge­macht. Nur ha­ben sie sich für ein rich­ti­ges An­lie­gen die fal­sche Ge­schich­te aus­ge­sucht.

Vor vier Jah­ren ver­brach­te Gi­naLi­sa Loh­fink in Berlin ei­ne Nacht mit zwei Män­nern. Den Sex zu dritt film­ten die­se Män­ner und ver­such­ten, die Auf­nah­men zu Geld zu ma-

Trotz al­ler Spar­vor­ha­ben setzt das rot-grü­ne Ka­bi­nett auch In­ves­ti­ti­ons­schwer­punk­te. So be­kom­men die Schu­len 1767 neue Leh­rer­stel­len, die Po­li­zei 699 neue Stel­len, die Fi­nanz­ver­wal­tung 120 zu­sätz­li­che Kräf­te und die Jus­tiz 100. 173 Mil­lio­nen Eu­ro sol­len in die In­fra­struk­tur des Lan­des flie­ßen, 90 Mil­lio­nen Eu­ro da­von al­lein in den Hoch­was­ser­schutz. Ins­ge­samt stockt die Lan­des­re­gie­rung das Per­so­nal net­to um 2665 Ar­beits­plät­ze auf 295.648 Stel­len auf. Die Aus­ga­ben sol­len 2017 um 3,3 Pro­zent auf 72,3 Mil­li­ar­den Eu­ro stei­gen. Die Steu­er­ein­nah­men sol­len bei 54,6 Mil­li­ar­den Eu­ro lie­gen. Sie sol­len laut Lan­des­pla­nung bis 2020 auf 60,4 Mil­li­ar­den Eu­ro an­wach­sen. Aus an­de­ren Qu­el­len sol­len dann net­to wei­te­re 16 Mil­li­ar­den Eu­ro hin­zu­kom­men. Denk­bar sind Zu­satz­ein­nah­men, weil der Bund sich stär­ker an der Flücht­lings­hil­fe be­tei­ligt oder aus dem neu ver­han­del­ten Län­der­fi­nanz­aus­gleich.

Sex, Lü­gen und Vi­deo

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