Kal­kum-Witt­la­er emp­fängt Hön­ne­pel-Nie­der­mörm­ter

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORFER SPORT -

grau­en Haa­re, die be­stän­dig mehr wer­den, än­dert sich ja nichts.“Dass nur die jün­ge­ren Pro­fis Dy­na­mik und Ath­le­tik ins Spiel ein­brin­gen, sei oh­ne­hin ein Mär­chen. „Auch bei uns sind Hun­ger und Ehr­geiz auf Er­folg da. Wenn ich se­he, wie ein Axel Bel­ling­hau­sen an vor­ders­ter Front mar­schiert, kann sich je­der da­von ei­ne Schei­be ab­schnei­den“, be­tont er. Und wenn er beim ers­ten Fit­ness­test der Sai­son ge­sund ge­we­sen wä­re, hät­te er das mit sei­ner le­gen­dä­ren Lauf­leis­tung si­cher un­ter Be­weis ge­stellt.

Zum Start je­der Vor­be­rei­tung ver­blüff­te Fink beim Lak­tat­test re­gel­mä­ßig da­mit, dass er deut­lich mehr und län­ger auf der Bahn un­ter­wegs war als sei­ne Mann­schafts- kol­le­gen. Weil er we­gen der Fol­gen ei­nes Ma­gen-Darm-In­fek­tes pas­sen muss­te, konn­te An­der­son Lu­co­qui zum Auf­takt mit ei­ner aus­gie­bi­gen Lauf­leis­tung auf­war­ten. Ein 18-Jäh­ri­ger, der in Finks Fuß­stap­fen tritt? Das ist ganz im Sin­ne des „grau­en“Leit­wolfs: „Ja, da bin ich doch froh, dass end­lich ei­ner ge­kom­men ist, der mich ab­ge­löst hat. Es ist ja auch Sinn und Zweck, dass man aus­be­las­tet, und An­di hat ein Ta­lent für so­was.“Die ei­ge­ne Fit­ness hat Fink oh­ne­hin längst un­ter Be­weis ge­stellt. Für Fried­helm Fun­kel müss­te er das nicht ein­mal, dem Trai­ner ist das auch so klar: „Ol­li ist un­ser lauf­stärks­ter Spie­ler.“Das kommt nicht von un­ge­fähr. Ge­ra­de die Vor­be­rei­tung auf ei­ne Sai­son sei da be­son­ders be­deut­sam, sagt Rou­ti­nier Fink. Die wie­viel­te das für ihn jetzt ist? Weiß er nicht wirk­lich. In 15 Jah­ren müs­sen es rund 30 ge­we­sen sein, rech­net der 34-Jäh­ri­ge spon­tan vor. Mehr als die Hälf­te da­von hat er in­zwi­schen mit der Fortu­na ab­sol­viert, für die er seit 2009 spielt. Jüngst wur­de sein Ver­trag bis 2018 ver­län­gert (zab) Am Mon­tag­abend stand für die Fuß­ball­fans am Nie­der­rhein ei­ne wich­ti­ge Fra­ge im Fo­kus: Wer er­hält die Mög­lich­keit künf­tig am DFB-Po­kal teil­zu­neh­men? Zu­letzt konn­te Rot-Weiss Es­sen das Ti­cket für die gro­ße Büh­ne lö­sen und wird am 20. Au­gust auf den Zweit­li­gis­ten Ar­mi­nia Bie­le­feld tref­fen.

Die po­ten­zi­el­len Be­wer­ber vom Nie­der­rhein für die dar­auf­fol­gen­de Spiel­zeit wer­den am 7. und am 24. Au­gust ihr ers­tes Spiel be­strei­ten. Zum Auf­takt ha­ben sich für den Ober­li­gis­ten SC West und Lan­des­li­gis­ten TV Kal­kum-Witt­la­er da­bei fol­gen­de Paa­run­gen er­ge­ben: Der SCW gas­tiert beim Neu-Lan­des­li­gis­ten SF Kö­nigs­hardt, wäh­rend der TVWK auf den Ober­li­gis­ten SV Hön­ne­pel-Nie­der­mörm­ter trifft. Be­reits in der ab­ge­lau­fe­nen Sai­son hat Ab­stei­ger Kal­kum zwei­mal Er­fah­rung – Fink ent­schied sich für Düs­sel­dorf, ob­wohl er so­gar ein An­ge­bot für die Zweit­ver­tre­tung des FC Bay­ern München vor­lie­gen hat­te. „Das stimmt. Aber ich bin sehr froh, wie es ge­lau­fen ist. Ich freue mich, dass ich noch zwei Jah­re hier sein darf.“

Das Ver­trau­en möch­te der ge­bür­ti­ge Hir­schau­er ent­spre­chend zu­rück­ge­ben und hat längst auf Vor­be­rei­tungs­mo­dus ge­schal­tet. Wie schon so vie­le Ma­le in sei­ner Kar­rie­re: „Die meis­te Zeit geht es um trai­nie­ren, schla­fen und es­sen, das wird sich in Zu­kunft nicht än­dern.“Und was die Leh­ren aus den ei­ge­nen Fehl­trit­ten an­geht, vor de­nen er die Jün­ge­ren im Ka­der be­wah­ren könn­te, sei er „schon sen­si­bler ge­wor­den, was Fast­food, Al­ko­hol, Zu­cker und Kaf­fee an­geht“. Es wür­de wohl kei­ner da sit­zen und bes­ser­wis­send den Fin­ger he­ben. Aber wenn in den nächs­ten Ta­gen ein Team­kol­le­ge das Des­sert-Buf­fet im Mann­schafts­ho­tel von Ma­ria Alm plün­dert, dann gibt es eben doch mal ei­nen blö­den Spruch. mit dem Kon­tra­hen­ten ge­macht (0:0 und 0:2) und weiß da­her um die Qua­li­tä­ten des Geg­ners. „Das ist kein Traum­los. Un­ser ein­zi­ger Vor­teil liegt da­rin, dass wir zu Hau­se spie­len. Trotz­dem ha­ben wir nichts zu ver­lie­ren und kön­nen frei auf­spie­len“, meint Chef­trai­ner Hol­ger Sturm. Das Ziel sei es, im Po­kal so weit wie mög­lich zu kom­men. Das Haupt­au­gen­merk lä­ge aber ganz klar auf der Meis­ter­schaft.

Ähn­lich sah es beim SC West in der ver­gan­ge­nen Sai­son aus, als Trai­ner Mar­cus John im Po­kal­du­ell mit dem 1. FC Bocholt flei­ßig ro­tie­ren ließ (End­stand 0:5). Der 41-Jäh­ri­ge mach­te auch kei­nen Hehl dar­aus, dass die Prio­ri­tät bei sei­nem Team auf den Klas­sen­er­halt ge­le­gen hat­te. Nun er­hofft man sich aber wei­ter­zu­kom­men, als wie da­mals bis Run­de zwei.

FO­TO: HORSTMÜLLER

Fortu­na-Ka­pi­tän Oli­ver Fink.

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