Ita­lie­nisch mit Am­bi­en­te

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORF - VON HOL­GER LODAHL

Das Re­stau­rant „mo dus“an der Schwer­in­stra­ße legt glei­cher­ma­ßen viel Wert auf echt ita­lie­ni­sches Es­sen und ei­ne hoch­wer­ti­ge Ein­rich­tung.

Es gibt Re­stau­rants, die ein gu­tes Stück den Ruf Düs­sel­dorfs als Gla­mour- und Pro­mi­stadt mit­be­stimmt ha­ben. Die Trat­to­ria d’Al­f­re­do war so ein Ort. Jah­re­lang war das Lo­kal der Treff­punkt für Pro­fi-Sport­ler und Künst­ler. Vor ei­ni­gen Mo­na­ten aber war über­ra­schend Schluss, das Lo­kal schloss sei­ne Tü­ren. Die Chan­ce er­grif­fen Vi­vi­en Mo­s­ca und Lu­is Fon­se­ca. Das Paar er­öff­ne­te vor kur­zem sein Re­stau­rant. Mo dus nen­nen die In­ha­ber das Lo­kal, das mit hoch­wer­ti­ger Ein­rich­tung und ita­lie­ni­schem Es­sen auf dem Weg ist, sich ei­nen gu­ten Ruf in Düs­sel­dorf zu er­ar­bei­ten.

Die über­schau­ba­re Spei­se­kar­te bie­tet bei den Vor­spei­sen ei­ni­ge Sup­pen (7,50 Eu­ro), den Klas­si­ker Rin­der­car­pac­cio (15,50 Eu­ro) und ge­bra­te­nen Pul­po auf Ru­co­la (11,90 Eu­ro). Ei­ne fast per­fek­te Kom­bi­na­ti­on ist der war­me Zie­gen- kä­se mit Ro­ter Be­te (11,50 Eu­ro). Der da­zu auf­ge­tisch­te Par­ma­schin­ken ist da kaum not­wen­dig.

Ei­ne Her­aus­for­de­rung für die Ge­schmacks­ner­ven sind die Grü­nen Fet­tuc­ci­ne mit Kirsch­toma­ten und Moz­za­rel­la auf Rin­der­car­pac­cio (14,50 Eu­ro): Die Nu­deln, die ro­ten Früch­te und der Kä­se mit dem Fleisch har­mo­nie­ren gut auf der Zun­ge – und das En­sem­ble ist ein auch schö­ner An­blick. Eben­falls ein op­ti­scher Ge­nuss sind die schwar­zen Tagli­a­ri­ni mit Mee­res­früch­ten und Ar­ti­scho­cken (14,50 Eu­ro) – sie mun­den selbst­ver­ständ­lich eben­so gut. Et­was zu mäch­tig hin­ge­gen sind die Pen­ne mit Rin­der­fi­let­spit­zen und Cham­pi­gnons – der Koch hat es wohl sehr gut ge­meint mit der Sah­ne, aber an Fleisch ge­spart. Klas­si­sche Ge­nüs­se der ita­lie­ni­schen Kü­che sind Ge­rich­te wie Fet­tuc­ci­ne mit Lachs (12,90 Eu­ro), Lin­gui­ne mit fri­schem Thun­fisch und Ka­pern (12,90 Eu­ro) und Fioc­chi Gor­gon­zo­la (11 Eu­ro). Lieb­ha­ber def­ti­ger Fleisch­ge­rich­te be­stel­len zum Bei­spiel Kalbs­kar­ree in Cham­pi­gnon­so­ße (24,90 Eu­ro) oder das ex­klu­siv er­schei­nen­de Kalbs­fi­let in Pro­sec­co-Oran­gen­so­ße (23,90 Eu­ro). Auch ein Rin­der­fi­let 250 Gramm dürf­te vie­le Fleisch­ken­ner er­freu­en (32 Eu­ro).

Wie die Flei­schaus­wahl ist auch das An­ge­bot an Fisch­spei­sen nicht über­bor­dend, aber hoch­wer­tig. Der Lachs et­wa har­mo­niert über­ra­schend gut in Pro­sec­co-So­ße (18 Eu­ro), die Do­ra­de hat ei­nen an­ge­neh­men Grill-Ge­schmack (25 Eu­ro). Zum An­ge­bot der Mee­res­früch­te ge­hö­ren auch Hum­mer, die – gut an sei­nen Sche­ren ver­schnürt – erst ein­mal le­bend zum Tisch ge­tra­gen wer­den, da­mit der Gast sie aus der Nä­he be­gut­ach­ten kann. Wer es übers Herz bringt, dem Mee­res­tier sein fi­na­les Bad im ko­chen­den Was­ser zu be­sche­ren, wird mit ei­nem Ge­nuss be­lohnt. Ein oder zwei Tie­re ha­be er fast im­mer frisch auf Vor­rat, sagt Re­stau­rant-Chef Lu­is Fon­se­ca. Gäs­te ge­hen aber mit ei­ner Vor­be­stel­lung auf Num­mer si­cher.

Die Ka­te­go­rie Ve­ge­ta­risch ist klein. Es gibt Nu­deln mit Ge­mü­se (7 Eu­ro), Sup­pe (5,50 Eu­ro) und ei­nen Teller mit Vor­spei­sen (8,90 Eu­ro), der vor al­lem mit dem sehr gu­ten Brot und ei­ner schö­nen An­ti­pas­ti-Viel­falt das lei­der et­was zu klei­ne Veg­gie-An­ge­bot so eben noch über den Schnitt hebt.

Lu­is Fon­se­ca und Vi­vi­en Mo­s­ca ha­ben sich viel Mü­he ge­ge­ben bei Ein­rich­tung und Am­bi­en­te im mo dus. Die sehr hoch­wer­ti­gen Ele­men­te wie Wand­ver­klei­dung aus Holz und Me­tall, die sehr an­ge­neh­me in­di­rek­te Be­leuch­tung und die Tisch­mö­bel so­wie die Ta­pe­te ha­ben die In­ha­ber aus Grie­chen­land und aus Ita­li­en im­por­tiert. „Wir möch­ten Li­fe­style und Ge­nuss mit­ein­an­der ver­schmel­zen“, sa­gen Fon­se­ca und Mo­s­ca.

RP-FO­TO: DA­VID YOUNG

Vi­vi­en Mo­s­ca und Lu­is Fon­se­ca füh­ren das Lo­kal.

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