Al­te Käm­me­rei: CDU hält Plä­ne für un­zu­läs­sig

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORF -

(dr) Hin und Her bei der Al­ten Käm­me­rei: Kurz vor der Rats­sit­zung, in der über die 45-Mil­lio­nen-Eu­ro-Sa­nie­rung des Denk­mals in di­rek­ter Nach­bar­schaft des Rat­hau­ses ent­schie­den wer­den soll, kur­sie­ren zwei un­ter­schied­li­che Be­schluss­vor­la­gen. In der ei­nen, die am 21. Ju­ni auch dem Bau­aus­schuss vor­ge­legt wor­den war, emp­fiehlt die Stadt noch aus­drück­lich, die Sa­nie­rung über ein Mo­dell der öf­fent­lich­pri­va­ten Part­ner­schaft (ÖPP) ab­zu­wi­ckeln. In ei­ner Neu­fas­sung, die bis­her nur den Frak­tio­nen vor­liegt, wird dies le­dig­lich als „Al­ter­na­ti­ve“vor­ge­schla­gen, der Be­griff ÖPP taucht gar nicht mehr auf. Statt­des­sen wird als Ba­sis wie­der ei­ne Ei­gen­sa­nie­rung durch die Stadt ge­nannt, für die es seit 2014 ei­nen be­ste­hen­den Rats­be­schluss gibt.

„Seit­dem müs­sen je­den Mo­nat 175.000 Eu­ro für die Si­che­rung des leer­ste­hen­den Ge­bäu­des ge­zahlt wer­den“, kri­ti­siert der Bau­aus­schuss-Vor­sit­zen­de Andre­as Hart­nigk (CDU). Das ÖPP-Mo­dell, das ei­nen auf 50 Jah­re laufenden Erb­bau­rechts­ver­trag und ei­ne Miet­pflicht der Stadt auf 30 Jah­re vor­sieht, lehnt sei­ne Frak­ti­on ab. Zum ei­nen sei der Spar­ef­fekt für die Stadt – 2,3 Mil­lio­nen Eu­ro – zwei­fel­haft, weil da­für das Fi­nanz­amt den Denk­mal­schutz zu 100 Pro­zent an­er­ken­nen müss­te. „Zu­dem glau­be ich als Ju­rist, dass die­ser Be­schluss un­zu­läs­sig ist.“Man wer­de das durch die Be­zirks­re­gie­rung prü­fen las­sen.

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