Düs­sel­dor­fer als Köl­ner Stadt­di­rek­tor ge­han­delt

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORF - VON DENISA RICH­TERS

Ver­kehrs­de­zer­nent Ste­phan Kel­ler gilt als Kan­di­dat, er sagt aber: „Es gibt kei­nen An­lass, über Wech­sel nach­zu­den­ken.“

Es ist ver­mut­lich sel­ten, dass bei ei­nem Som­mer­fest der Köl­ner Christ­de­mo­kra­ten ein Düs­sel­dor­fer das hei­ßes­te The­ma ist. Doch ge­nau das soll beim Som­mer­emp­fang der CDU in der Dom­stadt der Fall ge­we­sen sein. Ste­phan Kel­ler, seit 2010 im Düs­sel­dor­fer Rat­haus Bei­ge­ord­ne­ter für Ver­kehr, Ord­nung, Recht und Wah­len, wird als po­ten­zi­el­ler Nach­fol­ger von Kölns Stadt­di­rek­tor Gui­do Kah­len ge­han­delt. Der SPDMann ist 67 und tritt in den Ru­he­stand, zum 1. De­zem­ber soll der Pos­ten neu be­setzt wer­den. Das Aus­schrei­bungs­ver­fah­ren läuft, ei­ne Fin­dungs­kom­mis­si­on wur­de ge­bil­det, laut ei­nem Be­richt des Ex­press hat sie sich ver­gan­ge­ne Wo­che erst­mals ge­trof­fen. Und da die CDU das Vor­schlags­recht bei der Nach­be­set­zung hat, liegt es na­he, dass sie sich für ei­nen Par­tei­freund ent­schei­den wird.

Der Voll­ju­rist Kel­ler, der un­ter an­de­rem beim Deut­schen Städ­te­tag (in Köln!) in füh­ren­der Po­si­ti­on ge­ar­bei­tet hat­te, be­vor er ins Düs­sel­dor­fer Rat­haus wech­sel­te, hät­te nicht nur das rich­ti­ge Par­tei­buch, son­dern er­füllt vie­le der in der Aus­schrei­bung ge­for­der­ten Kri­te­ri­en: Da­zu zäh­len die Her­aus­for­de­run­gen ei­ner wach­sen­den Me­tro­po­le und der da­mit ver­bun­de­ne Aus­bau städ­ti­scher Di­enst­leis­tun­gen, bei gleich­zei­ti­ger Kon­so­li­die­rung des Haus­halts. Die Auf­ga­be wä­re ei­ne grö­ße­re: Kel­ler wä­re nicht nur Ver­tre­ter der Ober­bür­ger­meis­te­rin Hen­ri­et­te Re­ker, son­dern auch zu­stän­dig für Ord­nung, Per­so­nal, IT, Gleich­stel­lung, Feu­er­wehr und Ret­tungs­diens­te so­wie Ge­sund­heits­ma­nage­ment und Chef von 4500 Mit­ar­bei­tern – das ist fast die Hälf­te der Düs­sel­dor­fer Stadt­ver­wal­tung. Ei­ne ech­te Her­aus­for­de­rung.

Auf An­fra­ge un­se­rer Re­dak­ti­on sagt der 45-Jäh­ri­ge: „Ich ma­che mei­nen Job in Düs­sel­dorf ger­ne und mit vol­ler Überzeugung.“Er ha­be in den ihm zu­ge­ord­ne­ten Äm­tern ein gu­tes Team, es ge­be vie­le Pro­jek­te, die an­zu­sto­ßen sei­en, um die Stadt vor­an­zu­brin­gen. „Im Mo­ment ha­be ich kei­nen An­lass, über ei­nen Wech­sel nach­zu­den­ken.“

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