Nicht als Nach­bar

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - LESERBRIEFE -

Zu „Bin La­dens Leib­wäch­ter darf in NRW blei­ben“(RP v. 16. Ju­ni): Ich bin ent­setzt über ein der­ar­ti­ges Ur­teil! Wenn be­wie­sen ist, dass er der Leib­wäch­ter die­ses Ver­bre­chers war, dann möch­te ich ihn nicht als Nach­barn ha­ben. Nicht nur al­len Ame­ri­ka­nern, die in den TwinTo­wers ge­stor­ben sind, ist die­ses Fehl­ur­teil ein Schlag ins Ge­sicht. Da­mit wer­den wie­der wei­te­re Wäh­ler­schaf­ten ih­ren Weg zur AfD fin­den, da bin ich mir ganz si­cher. Andre­as Ha­ber­land per Mail Wann ver­zeich­nen On­li­ne-Shops ih­ren größ­ten Ein­gang an Be­stel­lun­gen, wann sind am Grenz­über­gang Elm­pt nach Ro­er­mond die längs­ten Staus zu ver­zeich­nen? Ja, das ist am Sonn­tag der Fall, und war­um sind die ver­kaufs­of­fe­nen Sonn­ta­ge in NRW so gut be­sucht? Weil es der Le­bens­wirk­lich­keit vie­ler Men­schen in­zwi­schen ent­spricht, den Sonn­tag auch mit der Fa­mi­lie zum Ein­kau­fen zu nut­zen. Die vie­len so­ge­nann­ten Floh­märk­te, die in den meis­ten Fäl­len heu­te eher Han­dels­plät­ze für ge­werb­li­che Tex­ti­li­en, Ei­sen­wa­ren, Dro­ge­rie­ar­ti­kel so­wie Obst- und Ge­mü­se­händ­ler sind, zei­gen doch das glei­che Bild und das kom­plett au­ßer­halb jeg­li­cher Re­gu­lie­rung der NRW-Ge­setz­ge­bung. Ich will da­mit nicht für die Frei­ga­be des Sonn­ta­ges als nor­ma­len Han­dels­tag plä­die­ren, aber mit den vier Sonn­ta­gen im Jahr, die ein Händ­ler öff­nen darf, kann man deut­lich ge­las­se­ner um­ge­hen, als es jetzt der Fall ist. Der Han­del be­lebt die In­nen­stadt. Vie­le der so­ge­nann­ten Fes­te in den In­nen­städ­ten, die für die An­lass-Be­zo­gen­heit ei­ner Sonn­tags­öff­nung not­wen­dig sind, sind Fes­te, die in ers­ter Li­nie von Ge­wer­be­ver­ei­nen und dem Ein­zel­han­del or­ga­ni­siert und be­zahlt wer­den. War­um tun wir so, als wä­ren das al­les Tra­di­ti­ons­fes­te oder Mes­sen, die es not­wen­dig ma­chen, die Lä­den zu öff­nen, um die Be­su­cher­mas­sen zu ver­sor­gen. Ich wün­sche mir hier mehr Ehr­lich­keit, die nä­her an der Le­bens­wirk­lich­keit der Men­schen ist, und freue mich auf die an­de­ren 48 Sonn­ta­ge mit mög­lichst son­ni­gem Wetter. Edu­ard Fel­zen Stellv. Vor­sit­zen­der Ci­ty Ma­nage­ment Mön­chen­glad­bach

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