Im Zwei­fel da­für

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - LESERBRIEFE -

Zu „Rus­si­sche Leicht­ath­le­ten für Olym­pia ge­sperrt“(RP vom 18. Ju­ni): „in du­bio pro reo“be­deu­tet „im Zwei­fel für den An­ge­klag­ten“. Kein An­hän­ger oder Geg­ner ei­nes Staa­tes, sei­ner Re­gie­rung und ent­spre­chen­der In­sti­tu­tio­nen hat das Recht, Men­schen zu be­stra­fen, weil ver­bun­de­ne Drit­te das Ge­setz ge­bro­chen ha­ben. Dass die straf­fäl­lig ge­wor­de­nen rus­si­schen ge­dop­ten Leicht­ath­le­ten von den Olym­pi­schen Spie­len aus­ge­schlos­sen wer­den, ist rich­tig. Nicht aber, dass – wie of­fen­sicht­lich ge­plant – al­le für Rio ge­mel­de­ten rus­si­schen Leicht­ath­le­ten ge­sperrt wer­den mit der Be­grün­dung, we­gen der Mas­se der Do­ping­sün­der müs­se man un­ter­stel­len, dass es wei­te­re bis­her nicht Über­führ­te gä­be. Das ist ge­lin­de ge­sagt ei­ne Un­ver­schämt­heit. Es hat auch schon west­li­che Do­ping­sün­der ge­ge­ben, oh­ne dass Kon­se­quen­zen wie oben an­ge­führt zur Dis­kus­si­on stan­den. Bernd Bar­tels Meer­busch

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