Lan­des­re­gie­rung lehnt Fracking in je­der Form ab

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - NORDRHEIN-WESTFALEN - VON DET­LEV HÜWEL

DÜS­SEL­DORF Die Gas­ge­win­nung durch Auf­bre­chen un­ter­ir­di­scher Gesteins­schich­ten (Fracking) wird es in NRW nicht ge­ben. Man sei sich ei­nig, „dass wir Fracking in jed­we­der Form ab­leh­nen, be­ton­te der Chef der Staats­kanz­lei, Franz-Jo­sef Lersch-Men­se (SPD), in sei­ner Stel­lung­nah­me zum neu­en Lan­des­ent­wick­lungs­plan (LEP). Bei der Ab­stim­mung über das Fracking­ge­setz des Bun­des in der Län­der­kam­mer, die am Frei­tag er­fol­gen soll, wer­de sich NRW aber ent­hal­ten. Der Grund: Das Ge­setz, das vier Pro­be­boh­run­gen mit Zu­stim­mung der je­wei­li­gen Lan­des­re­gie­rung er­mög­licht, geht den Grü­nen nicht weit ge­nug. Ei­nig­keit be­ste­he aber dar­über, we­gen der un­ab­wäg­ba­ren Ri­si­ken für die Ge­sund­heit der Men­schen Fracking nicht zu­zu­las­sen, be­ton­ten Lersch-Men­se und Um­welt­mi­nis­ter Jo­han­nes Rem­mel (Grü­ne). Rem­mel ver­wies dar­auf, dass NRW als ers­tes Bun­des­land Fracking aus­schlie­ße. Dies wird, wie be­rich­tet, im neu­en LEP ver­an­kert wer­den.

Als „his­to­ri­sche Ent­schei­dung“wer­tet Rem­mel die Ver­klei­ne­rung des Ta­ge­baus Garz­wei­ler II. Ein Da­tum, wann dort der Braun­koh­le­ab­bau be­en­det sein könn­te, woll­te der Mi­nis­ter aber nicht nen­nen. Auch Lersch-Men­se sprach von ei­ner „his­to­ri­schen Zä­sur“. Die Um­sied­lungs­ak­tio­nen wür­den durch die Lei­tent­schei­dung der Lan­des­re­gie­rung be­en­det. 1400 Ein­woh­ner in und um Er­kelenz-Holz­wei­ler blei­ben von Um­sied­lung ver­schont.

In ei­nem Brief an die In­dus­trie­und Han­dels­kam­mern ha­ben Wirt­schafts­mi­nis­ter Gar­relt Du­in (SPD) und Lersch-Men­se dar­auf hin­ge­wie­sen, dass im LEP zahl­rei­che Än­de­rungs­wün­sche der Wirt­schaft um­ge­setzt sei­en. In dem Schrei­ben, das un­se­rer Re­dak­ti­on vor­liegt, heißt es, da­zu zäh­le auch, dass die Re­gio­nal­flug­hä­fen in ih­rer Ent­wick­lung nicht mehr von der Zu­stim­mung der Flug­hä­fen Düs­sel­dorf, Köln oder Müns­ter ab­hän­gig sei­en.

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