To­ni Kroos er­füllt mit Stif­tung in Düs­sel­dorf Kin­der­träu­me

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - FUßBALL-EM 2016 - VON KI­LI­AN TRESS

DÜS­SEL­DORF Wenn To­ni Kroos heute Abend um 21 Uhr in Marseille im EM-Halb­fi­na­le ge­gen Frank­reich auf­lau­fen wird, liegt der Fo­kus auf dem Sport. Doch ab­seits des Plat­zes gibt es für den Welt­meis­ter ein Le­ben oh­ne Fuß­ball. Das be­wies er schon vor zwei Jah­ren, als er nach dem Ge­winn des Ti­tels in Bra­si­li­en im so­zia­len Netz­werk Face­book schrieb: „Die­sen Ti­tel wid­me ich mei­ner Jes­si­ca und mei­nem Sohn, die in den letz­ten Wo­chen auf mich ver­zich­ten muss­ten.“

Ne­ben Frau und Kind liegt dem Fa­mi­li­en­men­schen Kroos auch sei­ne im Ju­li 2015 ge­grün­de­te „To­ni-Kroos-Stif­tung“am Her­zen, die un­ter an­de­rem mit dem Kin­der- und Ju­gend­hos­piz Re­gen­bo­gen­land in Düs­sel­dorf zu­sam­men­ar­bei­tet. „Glück ist für mich, wenn es mei­ner Fa­mi­lie gut­geht“, sagt To­ni Kroos. Ein Ge­fühl, das der 26-Jäh­ri­ge mit­hil­fe sei­ner Stif­tung mit an­de­ren Fa­mi­li­en tei­len möch­te.

Bei­na­he wö­chent­lich wer­den schwer­kran­ken Kin­dern klei­ne wie gro­ße Träu­me er­füllt. Et­wa der ers­te Sta­di­on­be­such für ein an Epi­lep­sie lei­den­des und auf ei­nen Roll­stuhl an­ge­wie­se­nes Kind. Oder die Tür­kei-Rei­se für den zwölf­jäh­ri­gen Jo­nas, der schon seit sei­nem drit­ten Le­bens­jahr an den Fol­gen ei­nes Schlag­an­falls lei­det, um mit Del­fi­nen zu schwim­men.

Wenn Kroos bei den Pro­jek­ten selbst vor Ort ist, ist es für ihn ein schö­nes Ge­fühl, die Re­ak­tio­nen der Kin­der und El­tern mit­zu­be­kom­men. Bes­tes Bei­spiel: Der Fa­mi­li­en­tag ver­gan­ge­nen No­vem­ber im Düs­sel­dor­fer Kin­der­hos­piz, als die Klei­nen den Welt­star be­grü­ßen konn­ten. „Die Ar­beit mit der Stif­tung ist ein tol­ler Kon­trast zum Fuß­ball­ge­schäft. Denn da­durch wird man im­mer wie­der dar­an er­in­nert, was wirk­lich wich­tig ist im Le­ben“, sagt Kroos.

Im Vor­stand der Stif­tung sitzt sei­ne Frau Jes­si­ca, als Bot­schaf­ter fun­gie­ren ne­ben Bru­der Fe­lix (Pro­fi-Fuß­bal­ler bei Uni­on Ber­lin) der ehe­ma­li­ge Bun­des­li­ga-Stür­mer Patrick Hel­mes, der Fern­seh-Hun­de­pro­fi Mar­tin Rüt­ter und PurFront­man Hart­mut

To­ni Kroos Eng­ler.

Nicht zu­letzt mach­te die Stif­tung vor der EM beim Test­spiel ge­gen Un­garn in Gel­sen­kir­chen auf sich auf­merk­sam. 30 schwer­kran­ke Kin­der und ih­re Vä­ter durf­ten dem Spiel bei­woh­nen, um sich vom schwe­ren All­tag ab­zu­len­ken. Als ein Zu­schau­er frag­te, war­um die Grup­pe kom­plett in Kroos-Tri­kots ge­klei­det ist, ant­wor­te­te ei­nes der Kin­der: „Wir ge­hö­ren zur Fa­mi­lie.“

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„Die Stif­tung er­in­nert mich

dar­an, was wich­tig ist im

Le­ben“

Na­tio­nal­spie­ler

QU­EL­LE: E-BOOK „DIE NA­TIO­NAL­MANN­SCHAFT: ES­SEN WIE WIR“VON DFB-KOCH HOL­GER STROM­BERG| FO­TO: DPA | GRAFIK: FERL, THINKSTOCK

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