We­he uns!

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - LESERBRIEFE -

Zu „Re­vo­lu­ti­on im Gen-La­bor“(RP vom 23. Ju­ni): Dan­ke an die Rhei­ni­sche Post, dass sie sich an so ein heik­les The­ma her­an­wagt! Seit lan­gem, und in zu­neh­men­dem Ma­ße, wird am mensch­li­chen Ge­nom ge­forscht. Vor al­lem aber in den USA und in Russ­land. War­um ich das The­men­feld für so hei­kel hal­te, hat den Grund, dass man nicht ge­nau weiß, wer uns in fer­ner Zu­kunft re­gie­ren wird. Soll­te die DNA-For­schung ein­mal in fal­sche Hän­de ge­ra­ten, dann we­he uns! We­he den Be­hin­der­ten, we­he den Schwa­chen und Ar­men, we­he den Gleich­ge­schlecht­li­chen. Ein Blick in die Zu­kunft ver­setzt mich in ei­ne ge­wis­se Skep­sis. Es wird sein, dass im­mer mehr die wirt­schaft­li­chen Ar­gu­men­te zäh­len. Ein ge­sun­des Gen nützt am meis­ten den Kran­ken­kas­sen. Aber auch Rechts­po­pu­lis­ten wer­den um die Er­mäch­ti­gung und den Zu­griff kämp­fen. Viel­mehr glau­be ich, dass es lang­fris­tig eher um das Klo­nen ge­hen wird. Klo­nen ist die ra­tio­nells­te Art der Gen­ma­ni­pu­la­ti­on. Wir soll­ten al­le wach­sam blei­ben! Heinz-Nor­bert Geß­mann Geldern

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