Trot­zi­ger Hil­fe­ruf

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - LESERBRIEFE -

„Jetzt erst recht!“ti­telt Mi­cha­el Brö­cker sei­nen Auf­ruf für den kon­se­quen­ten Zu­sam­men­halt der nach dem Br­ex­it ver­blie­be­nen 27 EUStaa­ten. Das klingt wie Pfei­fen im Wal­de. Und auch An­ge­la Mer­kels trot­zi­ge Fest­stel­lung, „Die Eu­ro­päi­sche Uni­on ist stark ge­nug, um die rich­ti­gen Ant­wor­ten auf den heu­ti­gen Tag zu ge­ben“, klingt eher wie ein ver­zwei­fel­ter Hil­fe­ruf. Über Jah­re hat Eu­ro­pa, ha­ben die Ver­ant­wort­li­chen der EU-Kom­mis­si­on und die Re­gie­run­gen der Mit­glieds­staa­ten es ver­säumt, die EU zu sta­bi­li­sie­ren und wei­ter­zu­ent­wi­ckeln auf der Ba­sis ei­ner ein­stim­mig be­schlos­se­nen Rechts- und Wirt­schafts­ver­ord­nung. Statt­des­sen hat man ei­ne Hin­ter­zim­mer­po­li­tik be­trie­ben, Par­la­ments­be­schlüs­se und Volks­ab­stim­mun­gen ver­hin­dert, Rechts­brü­che, et­wa bei den Maas­tricht-Kri­te­ri­en, to­le­riert und ist nun scho­ckiert über mehr als nur ein Aus­ein­an­der­drif­ten der Mit­glieds­staa­ten. Wolf­gang D. Weit­häu­ser Düs­sel­dorf

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