Grü­nes Licht für Schul­bau­ten

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORF - VON SON­JA SCHMITZ

Mit In­ves­ti­tio­nen in Hö­he von 150 bis 200 Mil­lio­nen Eu­ro will die Stadt 121 neue Klas­sen­räu­me schaf­fen, un­ter an­de­rem mit dem Neu­bau von drei Schu­len. CDU be­ur­teilt den Zeit­plan an­ge­sichts der Fül­le der Maß­nah­men als zu eng ge­steckt.

In ei­ner Son­der­sit­zung ha­ben ges­tern die Mit­glie­der von Bau- und Schul­aus­schuss ein Pa­ket für den Aus­bau von Schu­len auf den Weg ge­bracht, über das heute im Rat ent­schie­den wird. Zwar sei man sich in der Sa­che ei­nig, aber es ge­be noch Be­ra­tungs­be­darf, er­klär­te Andre­as Hart­nigk (CDU), Vor­sit­zen­der des Bau­aus­schus­ses. Die Ab­stim­mung wur­de des­halb ver­scho­ben. Den Dis­kus­si­ons­stoff woll­te sich die Op­po­si­ti­on wohl für die Rats­sit­zung auf­spa­ren. Im Plenum gab es da­her auch nur ver­ein­zel­te Nach­fra­gen zu ei­ni­gen Ent­schei­dun­gen, die das Pa­ket mit In­ves­ti­tio­nen in Hö­he von 150 bis 200 Mil­lio­nen Eu­ro für 121 zu­sätz­li­che Klas­sen­räu­me ent­hält.

Schul­de­zer­nent Burk­hard Hintz­sche, der zu­sam­men mit Flo­ri­an Dirs­zus, Ge­schäfts­füh­rer der Schul­bau­fir­ma IPM, die Plä­ne vor­stell­te, be­ton­te, dass mit den nun ins­ge­samt vier Maß­nah­men­pa­ke­ten (SOM I bis IV) in den ver­gan­ge­nen zwei Jah­ren In­ves­ti­tio­nen in Hö­he ei­ner hal­ben Mil­li­ar­de für den Schul­aus­bau auf den Weg ge­bracht wor­den sei­en. Der Be­darf an zu­sätz­li­chen Plät­zen müs­se ne­ben Er­wei­te­run­gen im Be­stand auch durch Schul­neu­bau­ten ge­deckt wer­den. Da von den vier Maß­nah­men­pa­ke­ten nur we­ni­ge bis­lang rea­li­siert sei­en und der zeit­li­che Rah­men eng ge­steckt sei, stell­te Hart­nigk in Fra­ge, ob dies ent­spre­chend um­zu­set­zen sei. Gym­na­si­um Der Na­me „Städ­ti­sches Gym­na­si­um Hein­zel­männ­chen­weg“sei bloß ein Ar­beits­ti­tel, stell­te Dirs­zus klar. Au­ßer­dem mach­te er deut­lich, dass es nicht pri­mär für die Be­woh­ner von Graf­en­tal vor­ge­se­hen sei. Viel­mehr sei auch dar­an ge­dacht, dass die neue Schu­le Gym­na- si­en, die im Um­kreis an ih­re Ka­pa­zi­täts­gren­zen ge­sto­ßen sei­en – wie das Goe­the-Gym­na­si­um oder das Ma­rie-Cu­rie-Gym­na­si­um – ent­las­tet. Ge­samt­schu­le Nach­fra­gen gab es auch zur Wahl der Schul­form in Kai­sers­werth in un­mit­tel­ba­rer Nä­he zum Theo­dor-Flied­ner-Gym­na­si­um. Pav­le Mad­zi­rov er­in­ner­te an Zu­sa­gen, dass die Schul­ver­wal­tung an­ge­kün­digt hat­te, bei den Pla­nun­gen auch den Aus­bau von Re­al­schul­plät­zen stär­ker zu be­rück­sich­ti­gen. Ne­ben ei­nem Gym­na­si­um bie­te sich das doch ge­ra­de­zu an, so Mad­zi­rov. Zum ei­nen ge­be es bei den be­ste­hen­den Re­al­schu­len noch Aus­bau­po­ten­zi­al, er­klär­te Dirs­zus. Dies wol­le man auch nut­zen, weil es wirt­schaft­li­cher als ein Neu­bau sei. Zum an­de­ren sei die Nach­fra­ge nach Plät­zen an Ge­samt­schu­len deut­lich hö­her. Da es in der Stadt­mit­te und im Sü­den be­reits Stand­or­te ge­be, aber kei­nen im Nor­den, hät­te sich Kai­sers­werth an­ge­bo­ten. Dar­über hin­aus wä­re das Theo­dorF­lied­ner-Gym­na­si­um si­cher nicht er­freut über ein wei­te­res Gym­na­si­um als Nach­bar, füg­te Hinzt­sche hin­zu. Mir­ko Roh­l­off (FDP) woll­te

RP-FO­TO: ANDRE­AS BRETZ

Am Hein­zel­männ­chen­weg an der Gren­ze zum Neu­bau­ge­biet Graf­en­tal soll ein neu­es städ­ti­sches Gym­na­si­um ent­ste­hen. Wie es letzt­end­lich hei­ßen soll, steht je­doch noch nicht fest.

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