14-Jäh­ri­ger er­hält Ar­beits­stun­den we­gen Miss­brauch

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORF -

(wuk) Ei­ne Er­mah­nung und ei­ne Ar­beits­auf­la­ge von 30 St­un­den er­hielt ein 14-Jäh­ri­ger ges­tern vom Amts­ge­richt we­gen se­xu­el­len Miss­brauchs ei­nes Kin­des. Der Ju­gend­li­che gab in nicht öf­fent­li­cher Ver­hand­lung zu, ei­ne zwölf­jäh­ri­ge Schü­le­rin im Sep­tem­ber 2015 in ei­ner Reis­hol­zer Woh­nung miss­braucht zu ha­ben. Bei ei­nem Tref­fen von meh­re­ren Ju­gend­li­chen war der An­ge­klag­te dem Mäd­chen ins dor­ti­ge Ba­de­zim­mer ge­folgt. Nach sei­nen An­ga­ben soll es oh­ne Ge­walt und frei­wil­lig zum Sex-Kon­takt mit dem Kind ge­kom­men sein. Doch das Mäd­chen hat be­teu­ert, der Kon­takt sei nicht ein­ver­nehm­lich ge­we­sen. Be­kannt wur­de der Vor­fall erst, als das Mäd­chen ei­ner Freun­din da­von er­zähl­te und ein So­zi­al­dienst da­von er­fuhr. Als das Ju­gend­amt ein­ge­schal­tet wur­de, gab es den Vor­fall di­rekt an die Po­li­zei wei­ter. Da im Ju­gend­recht nicht die Be­stra­fung im Vor­der­grund steht, son­dern der Er­zie­hungs­ge­dan­ke, hat der Ju­gend­rich­ter den 14-Jäh­ri­gen zwar schul­dig ge­spro­chen und ein­dring­lich er­mahnt. Als Sank­ti­on wur­den aber le­dig­lich 30 St­un­den so­zia­ler Ar­beit ge­gen ihn ver­hängt.

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