Nur je­der Ach­te hat Ak­ti­en

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORFER WIRTSCHAFT - VON THORS­TEN BREITKOPF

Die Düs­sel­dor­fer in­ter­es­sie­ren sich in Zei­ten nied­ri­ger Zin­sen für ei­ne Geld­an­la­ge in Ak­ti­en. Laut ei­ner Stu­die der Com­di­rect kau­fen aber nur we­ni­ge wirk­lich wel­che. Die meis­ten Ak­tio­nä­re woh­nen in Lo­hau­sen oder links­rhei­nisch.

Die Zin­sen sind so nied­rig wie noch nie in der jün­ge­ren Ge­schich­te. Auf dem Spar­buch er­hal­ten An­le­ger zur­zeit na­he Null Pro­zent, bei Fe­stund Ter­min­gel­dern ist es nicht an­ders. Ri­si­ko­scheue Spa­rer setz­ten frü­her auf fest­ver­zins­li­che Wert­pa­pie­re. Doch auch da ist der Markt im Kel­ler. Die Zin­sen sind eben­falls nied­rig, le­dig­lich ris­kan­te bis sehr ris­kan­te Fir­men­an­lei­hen ver­spre­chen at­trak­ti­ve Ren­di­ten. Au­ßer­dem droht den An­le­gern bei sol­chen Ren­ten­pa­pie­ren ein gro­ßer Kurs­ver­lust, soll­te das Zins­ni­veau doch ir­gend­wann stei­gen und die be­tref­fen­den Pa­pie­re vor En­de der Lauf­zeit ver­äu­ßert wer­den. Bun­des­wert­pa­pie­re, sehr si­cher, wur­den zu­letzt so­gar mit ne­ga­ti­ven Zins­sät­zen emit­tiert. Jüngst stürz­ten sich da­her vie­le An­le­ger auf Im­mo­bi­li­en. Aber zum ei­nen kann sich nicht je­der aus Ei­gen­mit­teln ei­ne ei­ge­ne Im­mo­bi­lie in der Lan­des­haupt­stadt leis­ten, zum an­de­ren sind die Prei­se für Häu­ser und Woh­nun­gen in Düs­sel­dorf in den ver­gan­ge­nen Jah­ren so stark ge­stie­gen wie fast nir­gend­wo im Land. Ob das so wei­ter geht, weiß nie­mand.

Bleibt al­so die An­la­ge in Ak­ti­en. Doch was das The­ma an­geht, so sind die Düs­sel­dor­fer nach der Do­tCom-Bla­se der 1990er äu­ßerst skep­tisch. Laut ei­ner ak­tu­el­len Stu­die der Bank Com­di­rect be­sit­zen nur 12,3 Pro­zent der Düs­sel­dor­fer Ak­ti­en. Das ist zwar et­was mehr als der Bun­des­durch­schnitt von neun Pro­zent, im in­ter­na­tio­na­len Ver­gleich und in An­be­tracht des re­la­ti­ven Reich­tums der Ein­woh­ner ist Düs­sel­dorf den­noch ab­ge­schla­gen.

Da­bei ist das An­la­ge­ver­hal­ten in der Lan­des­haupt­stadt je nach Stadt­teil ex­trem un­ter­schied­lich. Die Kar­te zeigt, dass die Be­woh­ner des Nor­dens und der links­rhei­ni­schen Stadt­tei­le ei­ne weit­aus grö­ße­re Lie­be zu Ak­ti­en ha­ben als der Rest. Spit­zen­rei­ter ist Lo­hau­sen, wo mehr als 17 Pro­zent laut Com­di­rect-Stu-

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