Fan­spre­che­rin kri­ti­siert Ein­sät­ze der Po­li­zei

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - FUßBALL-EM 2016 -

PA­RIS (dpa) Die von der Uefa für die EM be­auf­trag­te in­ter­na­tio­na­le Fan­spre­che­rin Da­nie­la Wurbs hat schwe­re Kri­tik an den fran­zö­si­schen Si­cher­heits­kräf­ten ge­übt. „Die Po­li­zei schritt, wenn es Vor­fäl­le gab, über­haupt nicht oder erst sehr spät ein. Und das mit völ­lig un­dif­fe­ren­zier­ten Trä­nen­ga­s­ein­sät­zen. Es gab kei­ne Ver­hält­nis­mä­ßig­keit und kei­ne Es­ka­la­ti­ons­stu­fe“, sag­te die Spre­che­rin von Foot­ball Sup­por­ters Eu­ro­pe (FSE) dem „Ki­cker“. Ei­ne Ko­ope­ra­ti­on mit der Po­li­zei sei „kaum mög­lich“ge­we­sen.

Sor­ge hat Wurbs vor ei­ner Fort­set­zung der Fan-Ge­walt bei der WM 2018 in Russ­land. Bei der EM in Frank­reich wa­ren Hoo­li­gans aus dem Land des nächs­ten WM-Gast­ge­bers für die schlimms­ten Kra­wal­le ver­ant­wort­lich. „Die rus­si­schen Be­hör­den ha­ben noch viel Ar­beit zu leis­ten. Wir ha­ben noch zwei Jah­re Zeit, die muss man nut­zen“, sag­te Wurbs. Die FSE ist als un­ab­hän­gi­ge Fan­or­ga­ni­sa­ti­on für die Fan­be­treu­ung im Rah­men der „Re­spekt“Kam­pa­gne der Uefa bei der EM zu­stän­dig.

Die Zu­sam­men­ar­beit mit dem DFB be­wer­te­te Wurbs über­wie­gend po­si­tiv. Aber: „Wir re­gis­trie­ren zu­neh­mend Rechts­ra­di­ka­le un­ter den Fans der Na­tio­nal­mann­schaf­ten, das gilt für Deutsch­land, aber auch für Russ­land, Po­len, Un­garn.“

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