Tes­la räumt wei­te­re Un­fäl­le mit dem „Au­to­pi­lot“ein

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - WIRTSCHAFT -

PALO ALTO (dpa) Der Au­to­bau­er Tes­la hat nach dem ers­ten To­des-Crash mit sei­nem Fahras­sis­ten­ten „Au­to­pi­lot“wei­te­re Un­fäl­le bei Fahr­ten mit der Tech­nik be­stä­tigt. Es ha­be meh­re­re Un­fäl­le oh­ne To­des­fol­ge ge­ge­ben, sag­te ein Spre­cher dem „Wall Street Jour­nal“. Ei­ne kon­kre­te Zahl wur­de nicht ge­nannt. Die Zei­tung sprach von „ei­ner Hand­voll“Fäl­le, mit de­nen die „Au­to­pi­lot“Tech­nik in Ver­bin­dung ge­bracht wer­de. Vor we­ni­gen Ta­gen war ein töd­li­cher Un­fall von An­fang Mai be­kannt­ge­wor­den, bei dem ein von dem Sys­tem ge­lenk­ter Tes­la un­ter ei­nen Last­wa­gen-An­hän­ger ras­te, der die Fahr­bahn kreuz­te. Es war der ers­te Tod in ei­nem vom Com­pu­ter ge­steu­er­ten Au­to. Die Tech­nik wird jetzt von der US-Ver­kehrs­be­hör­de NHTSA un­ter­sucht.

Tes­la be­ton­te zu­gleich, bei Fahr­ten mit ein­ge­schal­te­tem „Au­to­pi­lot“-Sys­tem pas­sier­ten Un­fäl­le sel­te­ner als bei kom­plett ma­nu­el­ler Steue­rung. Die im Ok­to­ber ein­ge­führ­te Soft­ware ist in­zwi­schen in rund 70.000 Fahr­zeu­gen ver­füg­bar. Der „Au­to­pi­lot“kann un­ter an­de­rem Tem­po, Spur und Ab­stand hal­ten so­wie au­to­ma­tisch brem­sen.

Der Kon­zern er­klär­te, dass die Funk­ti­on ei­nen Tes­la nicht zu ei­nem selbst­fah­ren­den Fahr­zeug ma­che. „Au­to­pi­lot“sei nur ein Fahras­sis­tenz­sys­tem, bei dem die Fah­rer stets die Kon­trol­le über die Ver­kehrs­si­tua­ti­on be­hal­ten müss­ten. Vie­le Tes­la-Fah­rer lu­den je­doch Vi­de­os hoch, auf de­nen sie sich bei ho­hem Tem­po mit an­de­ren Din­gen be­schäf­ti­gen oder über­haupt nicht auf dem Fah­rer­sitz sa­ßen. Dem „Wall Street Jour­nal“sag­ten zwei Tes­laFah­rer, die „Au­to­pi­lot“-Tech­nik ha­be ste­hen­de Fahr­zeu­ge auf der Fahr­bahn nicht er­kannt. Im Fall des töd­li­chen Un­falls er­klär­te das Un­ter­neh­men, die Tech­nik ha­be die Sei­ten­wand des Lkw für ein Au­to­bahn­schild ge­hal­ten.

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