Schlau wer­den durch Bahn­fah­ren

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORFER STADTPOST -

Mit Sven und Mo ist es wie mit vie­len Se­ri­en. Gera­de wenn es span­nend wird, müs­sen wir auf ei­ne Fort­set­zung war­ten. Sven und Mo ge­hen in die Som­mer­pau­se. Des­halb wer­den wir erst nach den Schul­fe­ri­en er­fah­ren, ob es wei­ter gut mit Jas­min („der al­ten Schnal­le“) läuft, ob Sven wie­der „die blö­de Mei­er“als Leh­re­rin er­hält, die „echt nichts blickt“und ob Mos Trai­ner („Ich als kras­ser Ara­ber bin über­all gut“) end­lich auch die ver­steck­ten Ta­len­te von Mo er­kennt. Wir, das sind üb­ri­gens die Mit­fah­rer der U72, die mor­gens die bei­den laut­star­ken Ju­gend­li­chen zur Schu­le be­glei­ten und da­bei täg­lich et­was ler­nen dür­fen. In der letz­ten Fol­ge, par­don – bei der letz­ten Fahrt war das Ei­ni­ges über Schu­le („echt voll un­wich­tig“) und wie man die­se um­geht. Da­zu wird ganz ein­fach ein Blatt ge­teilt und je­der schreibt dem an­de­ren ei­ne Ent­schul­di­gung. Da­bei er­fah­ren wir: Bauch­krämp­fe ge­hen im­mer als Aus­re­de, wäh­rend Bur­nout nicht so gut an­kommt. Und ei­gent­lich muss gar kei­ne Krank­heit be­nannt wer­den. „Aus krank­heit­li­chen Grün­den reicht voll aus“, sagt Mo. Sven schreibt lie­ber aus Grün­den der Krank­heit, da­mit es nicht auf­fällt, dass sie sich ab­ge­spro­chen ha­ben. Wir wün­schen den Bei­den, dass sie schnell „ge­sund“wer­den, denn nach die­sem Ge­spräch scheint der Be­such der Schu­le doch aus „Grün­den der Schlau­heit“an­ge­ra­ten, fin­det zu­min­dest brab

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