El­le­nie liest Bü­cher am lau­fen­den Band

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - STADTTEILE - VON HEIDE-INES WILLNER

Heu­te be­gin­nen die Som­mer­fe­ri­en. Die neun­jäh­ri­ge El­le­nie Go­an­ta hat sich für die schul­freie Zeit in der Ober­kas­se­ler Stadt­bü­che­rei mit Le­se­stoff ein­ge­deckt. Bü­cher sind ih­re gro­ße Lei­den­schaft.

OBER­KAS­SEL Wer denkt, Kin­der le­sen kei­ne Bü­cher mehr und sind nur noch auf den Com­pu­ter fi­xiert, der ist auf dem Holz­weg oder soll­te ei­nen Be­such in der Ju­gend­ab­tei­lung der Ober­kas­se­ler Stadt­bü­che­rei ma­chen. Dort ist das Reich von Bi­b­lio­the­ka­rin Ali­ne Zim­prich, die Kin­dern und Ju­gend­li­chen in ge­müt­li­cher At­mo­sphä­re die Chan­ce gibt, in die Welt der Bü­cher ein­zu­tau­chen – wo­bei auch die elek­tro­ni­schen Me­di­en an der Lue­gal­lee 65 ei­ne Rol­le spie­len.

Die neun­jäh­ri­ge El­le­nie Go­an­ta macht eif­rig Ge­brauch da­von, so­wohl von ge­bun­de­nen als auch Hör­bü­chern und CDs. Schon als Klein­kind fand sie den Weg zum Buch. Vor­bild ist Mut­ter Flo­ren­za, die eben­falls ger­ne in Bü­chern schmö­kert. „Ma­ma hat mich in die Bü­che­rei mit­ge­nom­men und ich fand sie so­fort cool. Vor al­lem die Bil­der­bü­cher“, er­in­nert sich El­le­nie. Die An­fän­ge lie­gen weit zu­rück, denn längst hat die Schü­le­rin ent­deckt, wie span­nend es sein kann, in ei­nem Buch zu ver­schwin­den, auf aben­teu­er­li­che Rei­sen zu ge­hen und die ei­ge­ne Fan­ta­sie spie­len zu las­sen. Und dar­auf will sie auch oder gera­de in den Fe­ri­en nicht ver­zich­ten. Flink si­chert sie sich ei­ni­ge Bü­cher, die Ali­ne Zim­prich ihr auf Zu­ruf mit traum­wand­le­ri­scher Si­cher­heit aus den Re­ga­len zieht. Die Bü- cher aus den Se­ri­en „Gän­se­haut“und „Lot­ta– Le­ben“in der Hand plau­dert El­le­nie un­ge­zwun­gen über ih­re Lei­den­schaft. „Sind die Ge­schich­ten sehr span­nend, le­se ich sie in ei­nem Rutsch durch.“Zum Bei­spiel „Schu­le der ma­gi­schen Tie­re“, „mein Lieb­lings­buch“. Sie neh­me aber auch Bü­cher mit in die Schu­le, denn: „Wir dür­fen in der Früh­stücks­pau­se le­sen.“Über den In­halt tau­sche sie sich mit ih­ren Freun­din­nen aus, die eben­falls Spaß an Bü­chern ha­ben.

Apro­pos Schu­le: El­le­nie ist auf dem Sprung zum St. Ur­su­la-Gym­nai­sum, das sie nach den Som­mer­fe­ri­en be­su­chen wird. Heu­te ist ihr letz­ter Tag in der „Ka­tho­li­schen Ge­mein­schafts­grund­schu­le Nie­der- kas­sel“. Das heißt, ein rich­ti­ger Schul­tag ist es wohl eher nicht mehr, denn es gibt Eis von der Ton­nen­gar­de – und Zeug­nis­se. Für El­le­nie kein Pro­blem, sie ist ei­ne gu­te, sprach­be­gab­te Schü­le­rin, was viel­leicht auch ih­rer Le­se­freu­de zu ver­dan­ken ist. Mut­ter Flo­ren­za lä­chelt ent­spannt. Sie weiß schon jetzt, wel­ches Zeug­nis ih­re Toch­ter nach Hau­se brin­gen wird.

Klar, dass El­le­nie auch wie­der beim „Som­mer-Le­se-Club“der Stadt­bü­che­rei mit­macht, „Ich lei­he mir drei Bü­cher aus“, sagt sie fast atem­los und nennt auch gleich die Titel: „Ra­ven­storm Is­land“, „Eme­ly voll im Freund­schaft­scha­os“und „Das ver­rück­te Baum­haus“. „Ich wer­de sie le­sen, be­wer­ten und da­für auf der Ab­schluss­par­ty in der Bü­che­rei ei­ne Ur­kun­de be­kom­men.“Das Schmö­kern ist die ei­ne Sei­te des auf­ge­weck­ten Mäd­chens, die an­de­re ist mit wei­te­ren Hob­bys aus­ge­füllt. „Ich schwim­me gern, ma­che Ju­do bei JJC Düs­sel­dorf, weil ich es cool fin­de, spie­le Ten­nis und Gei­ge“. Und fast hät­te sie ver­ges­sen, zu er­wäh­nen, dass sie auch noch Mess­die­ne­rin in St. An­to­ni­us ist und im Mäd­chen- und Kn­a­ben­chor der Cla­ra-Schu­mann-Mu­sik­schu­le mit­singt. “Das al­les zählt sie mit so viel Leich­tig­keit auf, dass der Ge­dan­ke, sie könn­te über­for­dert sein, erst gar nicht auf­kommt. „Ich chil­le, wenn ich le­se“, er­klärt sie ih­re Ru­he­pau­sen zwi­schen Schu­le und Hob­bys.

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