Die Spe­zia­lis­ten sind ge

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORFER WIRTSCHAFT -

im Vor­feld von Un­ter­neh­mens­trans­ak­tio­nen ste­hen. „Oft wen­den sich die Un­ter­neh­mer an ih­re stän­di­gen Ver­trau­ten, ih­ren Steu­er­be­ra­ter oder Rechts­an­walt.“Die­sen al­ler­dings, dar­in wa­ren sich die Teil­neh­mer des RP-Wirt­schafts­fo­rums „Mer­gers & Ac­qui­si­ti­ons“ei­nig, fehlt in der Re­gel das not­wen­di­ge Spe­zi­al­wis­sen, um Trans­ak­tio­nen er­folg­reich um­zu­set­zen.

„M&A-Be­ra­ter be­nö­ti­gen schon ei­nen Ver­trau­ens­vor­schuss, denn hier geht es ja oft nicht al­lein um Un­ter­neh­mens­zah­len, son­dern um das Le­bens­werk des Fir­men­in­ha­bers“, be­rich­tet Pe­ter Schul­ten (Westfalenfinanz). „Un­ser Bu­si­ness ist zu­dem er­klä­rungs­be­dürf­tig, wir müs­sen dem Un­ter­neh­mer schon dar­le­gen, wel­chen Mehr­wert un­se­re Di­enst­leis­tun­gen bie­ten.“

Die Scheu vor dem ers­ten Ge­spräch kennt auch Chris­ti­an Gran­din. „Un­se­re Man­dan­ten kom­men da­her vor al­lem über Emp­feh­lun­gen zu uns. Aber es gibt im­mer wie­der auch an­ony­me Ge­sprä­che, die zu­nächst nur der Auf­klä­rung die­nen – das ist für die mit Ver­käu­fen un­er­fah­re­nen Un­ter­neh­mer sehr wich­tig.“Wel­che zen­tra­le Rol­le die Psy­cho­lo­gie ins­be­son­de­re bei In­ha­bern von mit­tel­stän­di­schen

Pe­ter Schul­ten Be­trie­ben spielt, zeigt ei­ne wei­te­re Er­fah­rung von Westfalenfinanz: „Der Un­ter­neh­mer muss sich mit der Ve­r­äu­ße­rung sei­ner Fir­ma schon iden­ti­fi­zie­ren, aber wir müs­sen auch im­mer wie­der deut­lich sa­gen, dass er stets Herr des Ver­fah­rens bleibt.“

Mo­ni­ka Zi­en­ke von der Deut­schen Bank legt eben­falls das Au­gen­merk auf die Aus­wahl des pas­sen­den Be­ra­ters: „In Ak­qui­si­ti­ons­pro­zes­sen sind häu­fig schnel­le Ent­schei­dun­gen ge­for­dert, die früh­zei­ti­ge Ein­bin­dung spe­zia­li­sier­ter Be­ra­ter ist ein wich­ti­ger Er­folgs­fak­tor.“

In­sol­venz­recht-Ex­per­te Horst Pie­pen­burg nimmt kein Blatt vor den Mund: „Wir sind im­mer wie­der mit Un­ter­neh­men kon­fron­tiert, die bei ih­ren Steu­er­be­ra­tern und Rechts­an­wäl­ten um Rat ge­fragt ha­ben – doch die­se se­hen oft die Feh­ler nicht. Ich ra­te den Haus­an­wäl­ten und -Steu­er­be­ra­tern drin­gend da­zu, mu­tig Ex­per­ten hin­zu­zu­zie­hen; sonst kann vie­les schief ge­hen.“

Dr. Jörn-Chris­ti­an Schul­ze (Ar­qis) ver­weist auf die fun­da­men­ta­len Un­ter­schie­de in den Di­enst­leis­tun­gen zwi­schen ei­ner klas­si­schen An­walts­kanz­lei und ei­nem spe­zia­li­sier­ten M&A-Be­ra­ter: „Vor al­lem der An­fang ei­ner Trans­ak­ti­on ist be­son­ders fra­gil: Hier kommt es vor al­lem auf die Fi­nes­se ei­nes gu­ten M&A-An­walts an, das Ge­schäft zu ver­ste­hen, die recht­li­chen Themen mit wirt-

„M&A-Be­ra­ter be­nö­ti­gen schon ei­nen Ver­trau­ens

vor­schuss“

Westfalenfinanz

Beim RP-Wirt­schafts­fo­rum „M&A“der Me­di­en­grup­pe Rhei­ni­sche Post ka­men zahl­rei­che Trans­ak­ti­ons­ex­per­ten aus D sind für Käu­fer, Ver­käu­fer und Be­ra­ter.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.