Efragt

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORFER WIRTSCHAFT -

schaft­li­cher Aus­wir­kung ge­zielt ein­zu­brin­gen und gleich­zei­tig ein Ver­trau­ens­ver­hält­nis zwi­schen Ver­käu­fer und po­ten­zi­el­lem Käu­fer zu för­dern.“Denn: „Ist das Band zwi­schen bei­den Par­tei­en erst mal zer­ris­sen, dann wird das Ge­schäft kaum noch zu­stan­de kom­men.“

Wie groß die Band­brei­te im M&A-Ge­schäft ist, zeigt ei­ne Äu­ße­rung von Dr. Mar­cel Ha­ge­mann (CMS Ha­sche Sig­le): „Das Leis­tungs­spek­trum ei­nes M&A-An­walts reicht von der um­fas­sen­den Trans­ak­ti­ons­be­treu­ung bis hin zu der punk­tu­el­len Ein­bin­dung bei kom­ple­xen Rechts­fra­gen, die sich im Rah­men ei­ner Trans­ak­ti­on stel­len. Denn mitt­ler­wei­le ha- ben vie­le Un­ter­neh­men pro­fes­sio­nel­le M&A-Ab­tei­lun­gen auf­ge­baut, die vor al­lem für Spe­zi­al­the­men ex­ter­ne Un­ter­stüt­zung in An­spruch neh­men. Dies ist ein wei­te­rer Be­leg für die zu­neh­men­de Pro­fes­sio­na­li­sie­rung des M&A-Markts.“Chris­ti­an Gran­din un­ter­schei­det da­her ge­ne­rell zwi­schen dem klas­si­schen Mit­tel­ständ­ler, der sel­ten Un­ter­neh­men kauft oder ver­kauft, und Pri­va­te-Equi­ty-Fir­men so­wie Kon­zer­nen, die re­gel­mä­ßig Trans­ak­tio­nen durch­füh­ren: „Für die­se gibt es na­tür­lich stan­dar­di­sier­te Di­enst­leis­tun­gen. Der Fa­mi­li­en­un­ter­neh­mer aber be­nö­tigt ei­ne ganz an­de­re Be­treu­ung, auch psy­cho­lo­gi­scher Art: Er muss früh- zei­tig auf die nächs­ten Pro­zess­schrit­te in ei­ner Trans­ak­ti­on vor­be­rei­tet und be­glei­tet wer­den, das ist ei­ne sehr in­di­vi­du­el­le Be­ra­tungs­leis­tung.“

Die­se Er­fah­rung un­ter­streicht Mat­thi­as C. Just von May­land: „Der deut­sche Mit­tel­ständ­ler tut sich schwer, Trans­ak­ti­ons­struk­tu­ren zu ver­ste­hen. Wir se­hen zum Bei­spiel kei­ne gro­ßen Un­ter­schie­de zwi­schen na­tio­na­len und in­ter­na­tio­na­len Ge­schäf­ten, und ei­ne Sprach­bar­rie­re al­lein darf nicht zu ei­nem Schei­tern ei­ner Trans­ak­ti­on füh­ren, das ist al­lein ei­ne Fra­ge der Tech­nik.“

Dr. Ma­xi­mi­li­an Werk­mül­ler (Lohr + Com­pa­ny) plä­diert hier­bei für größt­mög­li­che Of­fen­heit: „Ein gu­ter M&A-Be­ra­ter zeich­net sich da­durch aus, dass er er­kennt, wenn zwei Un­ter­neh­men kul­tu­rell ein­fach nicht zu­sam­men­pas­sen – und das klar sagt!“

Mitt­ler­wei­le ha­ben vie­le Un­ter­neh­men

pro­fes­sio­nel­le M&A-Ab­tei­lun­gen

auf­ge­baut

FO­TOS: ALOIS MÜL­LER

Düs­sel­dorf und der Re­gi­on zu­sam­men, um sich über die Themen aus­zu­tau­schen, die den Markt be­we­gen und wich­tig

Die Ex­per­ten er­klär­ten auch Hin­ter­grün­de: So un­ter­schei­det man bei M&A-De­als in der Re­gel zwi­schen dem klas­si­schen Mit­tel­ständ­ler, der sel­ten Un­ter­neh­men kauft oder ver­kauft, und Pri­va­te-Equi­ty-Fir­men so­wie Kon­zer­nen, die re­gel­mä­ßig Trans­ak­tio­nen durch­füh­ren.

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