Un­ter­neh­mer­geist auf Be­ra­ter­sei­te

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORFER WIRTSCHAFT - VON JO­SÉ MACIAS

Das Trans­ak­ti­ons­ge­schäft er­for­dert mit­un­ter ho­hes spe­zia­li­sier­tes Wis­sen. Der Düs­sel­dor­fer M&A-Spe­zia­list Net­work Cor­po­ra­te Fi­nan­ce hat dar­aus ein Ge­schäfts­mo­dell ge­macht, das von sei­ner In­di­vi­dua­li­tät und Cha­rak­te­ren lebt.

Die Adres­se über­rascht: Goe­the­s­tra­ße im fei­nen Düs­sel­dor­fer Wohn­vier­tel Zoo – hier sitzt ei­ner der ver­sier­tes­ten M&ASpe­zia­lis­ten in der Lan­des­haupt­stadt, die Net­work Cor­po­ra­te Fi­nan­ce GmbH & Co. KG. Ma­na­ging Part­ner Chris­ti­an Nie­der­le und Frank Schö­nert be­grü­ßen uns in der Kon­fe­ren­ze­ta­ge di­rekt un­ter dem Dach: Schrä­ge Dach­bal­ken, Glas­struk­tu­ren und ei­ne Fo­to­kol­lek­ti­on mit Por­traits von No­bel­preis­trä­gern. „Die No- bel­preis­trä­ger äh­neln un­se­ren mit­tel­stän­di­schen Man­dan­ten – sie sind ab­so­lu­te Spit­zen­klas­se in ih­rer je­wei­li­gen Ni­sche.“

Net­work Cor­po­ra­te Fi­nan­ce wur­de vor 14 Jah­ren in der Lan­des­haupt­stadt ge­grün­det, Bü­ros in Ber­lin und Frank­furt folg­ten. Von Be­ginn an steht das Ge­schäfts­mo­dell auf drei Bei­nen: klas­si­sches M&A-Ge­schäft, Fi­nan­zie­run­gen von Fremd- und Ei­gen­ka­pi­tal und Ka­pi­tal­markt­be­ra­tung in ganz Deutsch­land, vor­wie­gend für mit­tel­stän­di­sche Un­ter­neh­men. „Wir bie­ten hier so et­was wie ei­ne Ma­nu­fak­tur-Lö­sung“, er­läu­tern die Ma­na­ging-Part­ner, ob­wohl sie mit 28 fes­ten Mit­ar­bei­tern in Deutsch­land zu den größ­ten ei­gen­tü­mer­ge­führ­ten Be­ra­tungs­ge­sell­schaf­ten zäh­len. „Wir füh­len uns in der ak­tu­el­len Struk­tur sehr wohl und wol­len nicht viel grö­ßer wer­den, auch weil wir un­ser Be­wusst­sein für un­ter­neh­me­ri­sches Han­deln nicht ver­lie­ren wol­len.“

Über­haupt fällt es auf, dass die bei­den Ma­na­ging Part­ner viel über ih­re Man­dan­ten, den mit­tel­stän­di­schen Un­ter­neh­mer und das En­ga­ge­ment ih­rer Mit­ar­bei­ter spre­chen, aber kaum über die her­vor­ra­gen­den Re­fe­ren­zen, die Net­work Cor­po­ra­te Fi­nan­ce auf­zu­wei­sen hat.

Da­bei zeigt ein Blick in die eher bei­läu­fig mit­ge­ge­be­ne Fir­men­prä­sen­ta­ti­on, dass sich un­ter den über 100 in­ter­na­tio­na­len M&A- und Fi­nan­zie­rungs­man­da­ten so man­cher klang­vol­le Na­me be­fin­det: Kamps, Me­dia Sa­turn, Za­lan­do, KHD Hum­boldt We­dag, Tüv Rhein­land, Fiel­mann oder Lan­xess. Auch die Viel­falt der Bran­chen ist be­ein­dru­ckend, reicht sie doch vom Ma­schi­nen- und An­la­gen­bau über den Au­to­mo­bil­be­reich und IT bis hin zum Nah­rungs­mit­tel­seg­ment.

„Zu uns kommt nie­mand, der ei­ne Leis­tung von der Stan­ge möch­te“, hebt Chris­ti­an Nie­der­le her­vor. Be­son­ders stark sind die Be­ra­ter auf der Ver­käu­fer­sei­te un­ter­wegs, und sie ak­qui­rie­ren die meis­ten Man­da­te über das Emp­feh­lungs­ge­schäft. Es sind vor al­lem Fir­men­in­ha­ber aus dem Mit­tel­stand, aber auch Pri­va­teEqui­ty-In­ves­to­ren, die ih­ren Rat su­chen. „Ge­sprä­che wer­den im­mer er­geb­nis­of­fen ge­führt. In der Re­gel hat sich der Un­ter­neh­mer schon vor­her mit dem The­ma Ver­kauf oder Fi­nan­zie­rung aus­ein­an­der­ge­setzt. Aber oft stellt sich her­aus, dass er ei­ne kom­plett an­de­re Lö­sung be­nö­tigt“, so Nie­der­le.

Des­halb ver­wen­den die Be­ra­ter viel Zeit auf die Vor­be­rei­tung ei­ner Trans­ak­ti­on. Wel­che Er­war­tun­gen hat der Un­ter­neh­mer? Wie rea­lis­tisch ist die Grund­idee? Wel­che Ri­si­ken kön­nen auf­tre­ten? „Über­ra­schungs­ef­fek­te kön­nen durch ei­ne gu­te Vor­be­rei­tung aus­ge­schlos­sen wer­den. So fin­den al­le Be­tei­lig­ten auch die not­wen­di­ge Si­cher­heit, be­vor man in den Markt geht. Am En­de müs­sen wir die Kon­struk­ti­on ei­nes Un­ter­neh­mens­ver­kaufs nicht nur an die Wand ma­len, son­dern auch de­ren Um­set- zung plau­si­bi­li­sie­ren“, sagt Nie­der­le. Und sein Part­ner er­gänzt: „Na­tür­lich in­ves­tie­ren wir per­sön­lich auch so viel in je­de Trans­ak­ti­on, um un­ser ei­ge­nes wirt­schaft­li­ches Ri­si­ko zu mi­ni­mie­ren“, so Frank Schö­nert. „Aber so kön­nen wir stets ei­ne ho­he Trans­ak­ti­ons­si­cher­heit ge­währ­leis­ten. Da­für sind wir auch be­reit, we­ni­ger – aber qua­li­ta­tiv bes­se­re – Trans­ak­tio­nen zu be­glei­ten.“

Das The­ma Nach­fol­ge steht bei der Mehr­zahl der Un­ter- neh­mens­trans­ak­ti­on im Vor­der­grund. Net­work Cor­po­ra­te Fi­nan­ce agiert da­bei in­ter­na­tio­nal. Deutsch­land, Frank­reich, Ita­li­en, das sind die eu­ro­päi­schen Märk­te, in de­nen die meis­te Mu­sik spielt. „Es gibt da­bei für uns im­mer ei­nen kla­ren An­satz: Bei je­dem Man­dat gibt es zu­min­dest ei­nen deut­schen Baustein“, un­ter­streicht Schö­nert. Geht es über Eu­ro­pa hin­aus, kom­men die ge­wach­se­nen per­sön­li­chen Be­zie­hung zu we­ni­gen aus­ge- such­ten Part­nern in den USA, In­di­en, Chi­na und Ma­lay­sia zum Tra­gen.

Ent­schei­dend für den nach­hal­ti­gen Er­folg der Düs­sel­dor­fer Spe­zia­lis­ten ist der un­ter­neh­me­ri­sche An­satz: „Wir sind selbst Un­ter­neh­mer und le­ben das mit dem glei­chen En­thu­si­as­mus und glei­cher In­ten­si­tät wie un­se­re Man­dan­ten“, er­gänzt Chris­ti­an Nie­der­le. Die­se Phi­lo­so­phie funk­tio­niert aber nur, wenn auch al­le Mit­ar­bei­ter sie um­set­zen. Die bei­den Ma­na­ging Part­ner le­gen da­her viel Wert dar­auf, dass je­der Mit­ar­bei­ter selbst un­ter­neh­me­risch denkt und han­delt. „Un­se­re Be­ra­ter ge­hen da­her früh mit zu den Man­dan­ten raus, das be­flü­gelt!“

Sie selbst schöp­fen ih­re Mo­ti­va­ti­on aus der in­di­vi­du­el­len Be­ra­tung auf Au­gen­hö­he, er­läu­tert Frank Schö­nert: „Für mich ist das ein ab­so­lu­tes Pri­vi­leg: Ein Un­ter­neh­mer er­klärt mir sein Le­bens­werk, und ich darf ihn bei sei­nen Trans­ak­tio­nen und Fi­nan­zie­run­gen be­ra­ten!“

FO­TO: MÜL­LER

Ma­na­ging Part­ner von Net­work Cor­po­ra­te Fi­nan­ce in Düs­sel­dorf (v.l.): Joa­chim Düb­ner, Chris­ti­an Nie­der­le und Frank Schö­nert

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