Bei grie­chi­schen Schuld­nern ist kaum et­was zu ho­len

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - VORDERSEITE -

AT­HEN (dpa) Die Be­mü­hun­gen der grie­chi­schen Re­gie­rung, an das Geld säu­mi­ger Zah­ler zu kom­men, ha­ben of­fen­bar we­nig Er­folg. Die Sper­rung und Pfän­dung der Bank­kon­ten von mehr als 60.000 Schuld­nern vor we­ni­gen Wo­chen ha­be zu kei­nem nen­nens­wer­ten Er­geb­nis ge­führt, be­rich­te­te die Athe­ner Zeitung „Eleft­he­ros Ty­pos“. Zu­dem er­schei­ne die Ver­öf­fent­li­chung der Na­men von Steu­er­schuld­nern im In­ter­net ver­gan­ge­nen Don­ners­tag we­nig aus­sichts­reich: Die wich­tigs­ten Schuld­ner sei­en selbst plei­te oder tot, säu­mi­ge Fir­men exis­tier­ten teil­wei­se gar nicht mehr. Die In­ha­ber ge­sperr­ter Kon­ten ha­ben of­fen­bar vor­ge­sorgt und ih­re Kon­ten ge­räumt. Rund 15 Pro­zent der vom Staat an­ge­frag­ten Ban­ken ant­wor­te­ten, die ge­sperr­ten Kon­ten hät­ten null Gut­ha­ben. Auf fast 70 Pro­zent der an­de­ren Kon­ten lä­gen Be­trä­ge zwi­schen we­ni­gen Cent und 100 Eu­ro.

Seit Don­ners­tag kön­nen die Grie­chen im In­ter­net nach­le­sen, wer dem Staat mehr als 150.000 Eu­ro schul­det und da­mit mit­ver­ant­wort­lich für die mi­se­ra­ble Fi­nanz­la­ge des Lan­des ist. Die öf­fent­li­che Lis­te be­inhal­tet nach An­ga­ben des Fi­nanz­mi­nis­te­ri­ums 13.730 Per­so­nen, die At­hen 83 Mil­li­ar­den Eu­ro Steu­ern schul­den. Auf ei­ner zwei­ten Lis­te säu­mi­ger Fir­men ste­hen haupt­säch­lich Un­ter­neh­men, die schon seit Jah­ren in­sol­vent sind. Dar­un­ter sei die ehe­mals staat­li­che Flug­li­nie Olym­pic Air­ways, die dem Staat 1,35 Mil­li­ar­den Eu­ro schul­de, so­wie ei­ne vor 25 Jah­ren plei­te­ge­gan­ge­ne Bör­sen­mak­ler-Fir­ma mit Schul­den in Hö­he von 8,5 Mil­li­ar­den Eu­ro.

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