Por­tu­gal be­stellt deut­schen Bot­schaf­ter ein

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - POLITIK -

LIS­S­A­BON (RP) Mit ei­ner un­be­dach­ten Äu­ße­rung über die Fi­nanz­la­ge Por­tu­gals hat Bun­des­fi­nanz­mi­nis­ter Wolf­gang Schäu­b­le (CDU) di­plo­ma­ti­sche Span­nun­gen aus­ge­löst. Wie der „Spie­gel“be­rich­tet, be­stell­te das por­tu­gie­si­sche Au­ßen­mi­nis­te­ri­um am 30. Ju­ni den deut­schen Bot­schaf­ter in Lis­s­a­bon ein. Der Di­plo­mat muss­te sich dort an­hö­ren, dass ent­ge­gen der Ein­schät­zung des deut­schen Fi­nanz­mi­nis­ters die La­ge der por­tu­gie­si­schen Staats­fi­nan­zen kei­nes­wegs be­sorg­nis­er­re­gend sei. Schäu­b­le hat­te tags zu­vor bei ei­ner Po­di­ums­dis­kus­si­on ge­sagt, Por­tu­gal brau­che, wenn es sich nicht an Vor­ga­ben und Ver­ein­ba­run­gen hal­te, ein neu­es Hilfs­pro­gramm des eu­ro­päi­schen Ret­tungs­schirms ESM.

Por­tu­gals Links­re­gie­rung, die ei­ni­ge Spar­vor­ga­ben zu­rück­ge­nom­men hat, will neue Hilfs­kre­di­te ver­hin­dern. Die Wort­mel­dung Schäu­bles wer­tet sie als un­er­be­te­ne Be­leh­rung. Die Ein­be­stel­lung ei­nes Bot­schaf­ters gilt un­ter EU-Part­nern als au­ßer­ge­wöhn­lich.

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