Fe­de­rer ver­passt das Fi­na­le von Wim­ble­don

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - SPORT -

LONDON (sid) Der zwei­te Fünf­sat­zK­ri­mi war ei­ner zu viel. Nach ei­ner er­neu­ten Ner­ven­pro­be über 3:25 St­un­den ist Ten­nis­star Ro­ger Fe­de­rer im Halb­fi­na­le von Wim­ble­don aus­ge­schie­den. Der Schwei­zer, der im Lon­do­ner Stadt­teil schon sie­ben­mal tri­um­phier­te, un­ter­lag dem ka­na­di­schen Auf­schlag­rie­sen Mi­los Rao­nic mit 3:6, 7:6 (7:3), 6:4, 5:7, 3:6 und er­leb­te ei­ne bit­te­re Pre­mie­re. Nach zehn er­folg­rei­chen Halb­fi­nals schei­ter­te er im All En­g­land Club zum ers­ten Mal. Rao­nic (25) zog da­ge­gen als ers­ter Ka­na­di­er in der 130jäh­ri­gen Tur­nier­ge­schich­te ins End­spiel ein. Dort trifft er am mor­gen (15 Uhr/Sky) auf An­dy Mur­ray. Der Schot­te setz­te sich re­la­tiv lo­cker mit 6:3, 6.3 ge­gen To­mas Ber­dych (Tsche­chi­en) durch.

Das Match ge­gen Fe­de­rer dreh­te Rao­nic, ob­wohl seinBe­ra­ter John McEn­roe nicht in der Box saß. Der drei­ma­li­ge Cham­pi­on aus den USA kom­men­tier­te die Par­tie für die BBC, in Rao­nics Rei­he saß da­für Heidi Klum.

Fe­de­rer kämpf­te wie ver­bis­sen um sei­ne Chan­ce, er­neut ins Fi­na­le des be­deu­tends­ten Ten­nis­tur­niers ein­zu­zie­hen. Nach dem Drei-St­un­den-Thril­ler im Vier­tel­fi­na­le, als er ge­gen den Kroa­ten Ma­rin Ci­lic drei Match­bäl­le ab­ge­wehrt hat­te, gin­gen dem 34-Jäh­ri­gen je­doch zu­neh- mend die Kräf­te aus. Da­bei war der Sieg be­reits zum Grei­fen nah. Im vier­ten Satz führ­te Fe­de­rer beim Stand von 5:6 mit 40:0, ein wei­te­rer Punkt hät­te ihm zum Tie­break ge­reicht. Zu die­sem Zeit­punkt war er der deut­lich bes­se­re Spie­ler.

Wie aus dem Nichts ver­lor er je­doch die Kon­zen­tra­ti­on und den Satz und muss­te sich zu al­lem Über­fluss am Ober­schen­kel be­han­deln las­sen. Im ent­schei­den­den Durch- gang stürz­te Fe­de­rer auf den hei­li­gen Ra­sen und gab dar­auf­hin sei­nen Auf­schlag ab.

Rao­nic ließ sich nicht mehr auf­hal­ten. Die Zu­schau­er ahn­ten: Viel­leicht war dies die letz­te Chan­ce für Fe­de­rer, sei­nen 18. Grand-Slam-Ti­tel zu ge­win­nen. Im­mer­hin war No­vak Djo­ko­vic, der ihn in den ver­gan­ge­nen bei­den Jah­ren im Fi­na­le be­zwun­gen hat­te, schon in Run­de drei aus­ge­schie­den.

FOTO: IMA­GO

Ziel­stre­big: Ten­nis-Ass An­ge­li­que Ker­ber gab in fünf Spie­len auf dem Weg ins Fi­na­le von Wim­ble­don kei­nen ein­zi­gen Satz ab.

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