Ak­po­gu­ma spürt Fun­kels Ver­trau­en

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORFER SPORT -

Fortu­nas Trai­ner hat dem 21-Jäh­ri­gen das Selbst­be­wußt­sein zu­rück­ge­ge­ben.

(jol) Ke­vin Ak­po­gu­ma ist erst 21 Jah­re alt, und doch hat er schon ei­ne gan­ze Men­ge er­lebt. Ka­pi­tän und un­um­strit­te­ner Stamm­spie­ler der deut­schen U20-Na­tio­nal­mann­schaft. Pro­fi­ver­trag beim Bun­des­li­gis­ten 1899 Hof­fen­heim – aber oh­ne Ein­satz in des­sen ers­ter Mann­schaft, an Fortu­na wei­ter­ver­lie­hen. In Düs­sel­dorf mit ei­ner star­ken Vor­be­rei­tung ge­star­tet – dann aber oft gar nicht mehr im Ka­der. „Ich hat­te ei­ne schwe­re Zeit im Win­ter“, er­in­nert sich der In­nen­ver­tei­di­ger.

Bis Fried­helm Fun­kel kam. „Er hat mir mein Selbst­ver­trau­en wie­der­ge­ge­ben“, sagt Ak­po­gu­ma. Nicht zu­letzt da­durch, dass er ihn von der un­ge­lieb­ten Rechts­ver­tei­di­ger-Po­si­ti­on zu­rück in die Zen­tra­le be­or­der­te. An die Sei­te von Alex Mad­lung, „der mir in der Luft viel hel­fen und den ich durch mei­ne Schnel­lig­keit un­ter­stüt­zen konn­te“, er­klärt der Youngs­ter. „Statt stän­dig nur auf un­se­re Feh­ler hin­zu­wei­sen, hat Herr Fun­kel un­se­re po­si­ti­ven Fä­hig­kei­ten be­tont. Mir hat er ge­sagt, dass er die Art mag, wie ich Fuß­ball spie­le. Es ist nun mal et­was ri­si­ko­rei­cher, wie ich von hin­ten her­aus das Spiel er­öff­ne – da ist es sehr wich­tig, das Ver­trau­en des Trai­ners zu spü­ren.“

Die­ses äu­ßert sich auch da­rin, dass er Ke­vin Ak­po­gu­ma in den Mann­schafts­rat setz­te. „Ich ha­be im­mer ver­sucht, mich ein­zu­brin­gen“, be­rich­tet der Pfäl­zer, „mit an­de­ren Spie­lern zu re­den, zu hel­fen. Da­durch, dass ich jetzt im Rat bin, hat sich gar nicht viel ver­än­dert.“Maß­geb­lich sei für Fun­kel ge­we­sen, „dass ich weiß, wie die Trai­ner ti­cken. Und da jetzt vie­le jun­ge Leu­te im Ka­der sind, kön­ne ich gut ver­mit­teln. Es ist schön, so et­was vom Trai­ner zu hö­ren.“

Fun­kel hat si­cher­lich auch ge­spürt, dass sich Ak­po­gu­ma, ob­wohl sei­ne Aus­lei­he En­de Ju­ni 2017 aus­läuft, voll für Fortu­na en­ga­giert. „Ich schät­ze die Lei­den­schaft in un­se­rer Mann­schaft“, be­tont der Ab­wehr­spie­ler. „Und es ist Mo­ti­va­ti­on ge­nug, nicht noch ein­mal ei­ne sol­che Sai­son spie­len zu wol­len. Ich bin be­ein­druckt von die­sem Ver­ein, von sei­nen Fans und von der Stadt.“So sehr, dass er zum Ab­schluss des Ge­sprächs so­gar ei­ne in­ter­es­san­te rhe­to­ri­sche Fra­ge in den Raum stellt: „Wer weiß, ob ich nicht so­gar bei Fortu­na blei­be?“

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