Ta­ta: „Ver­han­deln mit Thys­sen­krupp“

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - WIRTSCHAFT -

Erst­mals be­stä­tigt der in­di­sche Kon­zern die Fu­si­ons­ge­sprä­che.

MUMBAI/ES­SEN (dpa/ma­xi) Der in­di­sche Misch­kon­zern Ta­ta hat sich erst­mals öf­fent­lich über Fu­si­ons­Ge­sprä­che mit dem deut­schen Stahl­kon­zern Thys­sen­krupp ge­äu­ßert. Un­se­re Re­dak­ti­on hat­te die Ver­hand­lun­gen be­reits An­fang April öf­fent­lich ge­macht. Die Kon­zer­ne hat­ten sich al­ler­dings bis­lang nicht zu den Ge­sprä­chen ge­äu­ßert.

Es sol­le er­grün­det wer­den, ob ein Ge­mein­schafts­un­ter­neh­men für das Stahl­ge­schäft in Eu­ro­pa ei­ne sinn­vol­le Mög­lich­keit sei, teil­te Ta­ta ges­tern mit. Die Ge­sprä­che be­fän­den sich in ei­nem frü­hen Sta­di­um, und es ge­be kei­ne Ga­ran­tie da­für, dass dar­aus auch et­was wer­de.

Thys­sen­krupp ist zu­dem nicht der ein­zi­ge Kan­di­dat, mit dem die In­der spre­chen. Über ei­ne Kon­so­li­die­rung in der eu­ro­päi­schen Stahl­bran­che wird an­ge­sichts des Drucks durch nied­ri­ge Stahl­prei­se schon seit län­ge­rer Zeit spe­ku­liert.

Ta­ta Steel

Ta­ta hat­te be­reits im März an­ge­kün­digt, sein Stahl­ge­schäft in Groß­bri­tan­ni­en ver­kau­fen zu wol­len. Durch das Br­ex­it-Vo­tum war die Un­si­cher­heit über die Zu­kunft der bri­ti­schen Stahl­wer­ke aber deut­lich ge- stie­gen. Die laut Me­dien­be­rich­ten be­reits mit der al­ten Re­gie­rung ver­ein­bar­ten Hil­fen ste­hen dem Ver­neh­men nach nun auf der Kip­pe.

Knack­punkt sind laut Mit­tei­lung des in­di­schen Kon­zerns ins­be­son­de­re die Pen­si­ons­ver­pflich­tun­gen. Der Ge­schäfts­füh­rer von Ta­ta Steel in Eu­ro­pa, Kous­hik Chat­ter­jee, ver­wies da­her dar­auf, dass es un­si­cher sei, ob auch die bri­ti­schen Stahl­wer­ke in ein eu­ro­päi­sches Jo­int Ven­ture ein­be­zo­gen wür­den. Die bis­lang als am aus­sichts­reichs­ten gel­ten­de Lö­sung sieht vor, dass das Kern­stück ei­nes Ver­bun­des von Ta­ta Steel und Thys­sen­krupp das Thys­sen­krup­pS­tahl­werk in Duis­burg und die Ta­ta­An­la­ge im nie­der­län­di­schen Ij­mui­den sein wür­de.

„Die Ge­sprä­che be­fin­den sich in ei­nem frü­hen Sta­di­um, und es gibt kei­ne Ga­ran­tie, dass dar­aus et­was wird“

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