Was ist al­lein­er­zie­hend?

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - KINDERSEITE -

Neue Sport­schu­he? Da­für ist kein Geld da. Zum Ge­burts­tag al­le Freun­de ein­la­den? Das kön­nen sie sich nicht leis­ten. So geht es vie­len Kin­dern in Deutsch­land, de­ren El­tern nur we­nig Geld zur Ver­fü­gung ha­ben. Laut Fach­leu­ten gilt das be­son­ders oft für Kin­der, die nur mit Mut­ter oder Va­ter zu­sam­men­le­ben. Man nennt die­se El­tern auch Al­lein­er­zie­hen­de. Ei­ne Un­ter­su­chung hat er­ge­ben: Wenn sich die El­tern zum Bei­spiel ge­trennt ha­ben, küm­mert sich häu­fig nur ei­ner von ih­nen um die Kin­der. Die Mut­ter oder der Va­ter muss dann das Geld für die Fa­mi­lie ver­die­nen. Der an­de­re El­tern­teil soll aber et­was für die Kin­der zah­len. Man nennt das auch Kin­des­Un­ter­halt. Wenn der an­de­re El­tern­teil kei­nen Un­ter­halt be­zahlt, gibt es zwar ei­nen Zu­schuss vom Staat – die­sen er­hal­ten die Fa­mi­li­en aber nur für ei­ne be­stimm­te Zeit. Oft ha­ben Al­lein­er­zie­hen­de es auch schwer, Be­ruf und Fa­mi­lie zu ver­ein­ba­ren. Die Kin­der kön­nen et­wa nicht so lan­ge in der Ki­ta oder Schu­le blei­ben, wie der Job tags­über dau­ert. Die Al­lein­er­zie­hen­den müs­sen dann häu­fig ei­ne schlech­ter be­zahl­te Ar­beit ma­chen, um mehr Zeit zu ha­ben. So hat die Fa­mi­lie we­ni­ger Geld zur Ver­fü­gung. Die Fach­leu­te for­dern des­halb mehr Hil­fe – zum Bei­spiel, dass der Zu­schuss für den Un­ter­halt län­ger be­zahlt wird. dpa

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