Mie­t­in­ter­es­sen­ten kön­nen ge­gen Ver­pflich­tung drei Jah­re lang vor­ge­hen.

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - BERUF KARRIERE & -

( tmn) Wer ei­nen Mak­ler nicht be­stellt hat, muss ihn auch nicht be­zah­len – so­weit das Be­stel­ler­prin­zip. Ver­langt der Mak­ler den­noch bei der Be­sich­ti­gung vom Mie­t­in­ter­es­sen­ten, ei­ne Ver­pflich­tung zu un­ter­schreibt, wo­nach er die Mak­ler­ge­bühr zah­len muss, ist die­se un­zu­läs­sig. „Ver­brau­cher kön­nen da­ge­gen recht­lich vor­ge­hen“, sagt Ul­rich Ropertz vom Deut­schen Mie­ter­bund. Bei Ver­stö­ßen ge­gen das Be- stel­ler­prin­zip dro­he dem Mak­ler ein ho­hes Buß­geld.

Wer den Mak­ler nicht be­auf­tragt hat, ihn aber be­zahlt, weil er die Woh­nung un­be­dingt ha­ben will, kann das Geld zu­rück­for­dern. „Dies ist bis zu drei Jah­re mög­lich“, er­klärt Ropertz. Mie­t­in­ter­es­sen­ten soll­ten sich auf kei­ne Bar­zah­lung oh­ne Quit­tung ein­las­sen. Denn sie müs­sen nach­wei­sen, dass sie den Mak­ler be­zahlt ha­ben. Ropertz rät: „Bei der Woh- nungs­be­sich­ti­gung soll­te man des­halb ei­ne wei­te­re Per­son als Zeu­gen mit­neh­men.“

Bei Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten mit dem Mak­ler kann der Om­buds­mann des Im­mo­bi­li­en­ver­ban­des Deutsch­land (IVD) ver­mit­teln. Da­für müs­sen Ver­brau­cher ver­su­chen, ei­ne Ei­ni­gung mit dem Mak­ler­un­ter­neh­men zu er­zie­len. Erst da­nach kön­nen sie sich an den Sch­lich­ter wen­den, der dann die Zu­stän­dig­keit prüft.

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