Schlech­te Ern­te: Ho­nig wird teu­rer

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - NORDRHEIN-WESTFALEN -

WIL­LICH (dpa) Schlech­te Nach­richt für Men­schen, die ger­ne Ho­nig auf ihr Früh­stücks­bröt­chen strei­chen: Nach ei­nem bis­lang ziem­lich ver­reg­ne­ten Som­mer wird das Bie­nen­er­zeug­nis teu­rer. Da­von ge­hen die Im­ker aus. „Die schlech­te Ern­te wird sich noch in die­sem Jahr auf die Prei­se aus­wir­ken“, sag­te die Im­ke­rin Iris van den Bon­gard aus Wil­lich. Sie züch­tet Bie­nen­kö­ni­gin­nen, die be­son­ders un­ter dem schlech­ten Wet­ter lei­den.

Nach An­ga­ben des Deut­schen Im­ker­bun­des ist der Ho­ni­ger­trag deut­lich ge­sun­ken. Im ver­gan­ge­nen Früh­jahr lag die Tracht bun­des­weit noch bei durch­schnitt­lich 18 Ki­lo­gramm pro Volk, in die­sem Jahr sind es nur noch 15,2 Ki­lo­gramm, teil­te der Bund in Wacht­berg mit.

„Die Bie­nen sind bei Re­gen flug­un­fä­hig und blei­ben im Stock“, er­klär­te Pe­tra Fried­rich, die Spre­che­rin des Im­ker­bun­des. Au­ßer­dem brü­tet die Kö­ni­gin im Früh­jahr, dann ver­grö­ßert sich auch ihr Volk. Da­her ver­brau­chen die Bie­nen gro­ße Tei­le des Ho­nigs als Nah­rung selbst oder die Im­ker müs­sen mit Zu­cker­si­rup füt­tern. Zu­dem blü­hen vie­le der Pflan­zen, die von Bie­nen an­ge­flo­gen wer­den, we­gen des schlech­ten Wet­ters nicht rich­tig. Im­ke­rin van den Bon­gard nennt ei­nen wei­te­ren Grund für das ver­gleichs­wei­se schlech­te Jahr: „Die Bie­nen­kö­ni­gin­nen flie­gen aus, um sich von Droh­nen be­gat­ten zu las­sen. Doch oft kom­men sie nicht zu­rück, weil sie von Re­gen­trop­fen ge­trof­fen wur­den, oder sie kom­men nur un­voll­stän­dig be­gat­tet zu­rück, da nicht ge­nug Droh­nen un­ter­wegs wa­ren.“

Noch hof­fen die Im­ker auf den Er­trag nach dem Som­mer. Aus­glei­chen kön­ne die­ser die Ver­lus­te des Früh­jahrs aber nicht mehr, teil­te der Im­ker­bund

wei­ter mit.

FO­TO: DPA

Bei Re­gen sind Bie­nen flug­un­fä­hig und blei­ben im Stock

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