Volks­wa­gen droht ho­hes Buß­geld in Deutsch­land

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - WIRTSCHAFT -

WOLFS­BURG/BRAUN­SCHWEIG (dpa) Nach dem müh­sam er­run­ge­nen Kom­pro­miss über Mil­li­ar­den-Ent­schä­di­gun­gen in den USA steht Volks­wa­gen in der Ab­gas-Af­fä­re die nächs­te fi­nan­zi­el­le Zit­ter­par­tie ins Haus. Durch ein Buß­geld­ver­fah­ren der Braun­schwei­ger Staats­an­walt­schaft könn­ten noch hö­he­re Fol­ge­kos­ten auf den Kon­zern zu­kom­men als bis­her kal­ku­liert.

Ziel der Er­mitt­ler ist es, mög­li­cher­wei­se un­recht­mä­ßi­ge Ge­win­ne aus dem Ver­kauf der welt­weit rund elf Mil­lio­nen ma­ni­pu­lier­ten Die­sel­wa­gen zu­rück­zu­for­dern. „Wir ha­ben ein Buß­geld­ver­fah­ren ge­gen VW ein­ge­lei­tet“, sag­te der zu­stän­di­ge Ober­staats­an­walt Klaus Zie­he der „Süd­deut­schen Zei­tung“, dem NDR und dem WDR. Da­bei ge­he es um die Ahn­dung von Ord­nungs­wid­rig­kei­ten – in ähn­li­chen Fäl­len bei Un­ter­neh­men war dies et­wa die Ver­let­zung von Auf­sichts­pflich­ten – so­wie die „Ab­schöp­fung des wirt­schaft­li­chen Vor­teils“.

VW hat­te in Tests Emis­si­ons­da­ten ge­fälscht. Mit ei­ner den Vor­schrif­ten ent­spre­chen­den Die­sel-Ab­gas­rei­ni­gung hät­te der Au­to­bau­er an den be­trof­fe­nen Fahr­zeu­gen wohl nicht so viel ver­die­nen kön­nen, be­rich­te­te die „SZ“. Den Dif­fe­renz­be­trag könn­te die Er­mitt­lungs­be­hör­de nun nach­träg­lich ein­kas­sie­ren.

Ein Kon­zern­spre­cher er­klär­te, man kön­ne sich zum Ver­fah­ren der­zeit nicht äu­ßern, Un­ter­la­gen lä­gen noch nicht vor.

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