An­dy Mur­ray holt zwei­ten Ti­tel

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - SPORT -

mals in Mel­bourne be­sieg­te Ker­ber Se­re­na Wil­li­ams über­ra­schend mit 6:4, 3:6, 6:4 im Fi­na­le, und konn­te mit 28 Jah­ren ih­ren ers­ten Gran­dSlam-Ti­tel er­rin­gen. Bis heu­te hat Ker­ber ihr Win­kel­spiel wei­ter per­fek­tio­niert und die Num­mer eins der Welt da­mit mehr als ein­mal in Be­dräng­nis ge­bracht. Auch des­halb gab es Lob von der Sie­ge­rin. „Ich lie­be es, ge­gen An­ge­li­que zu spie­len. Sie bringt mich im­mer da­zu, mein bes­tes Ten­nis aus mir her­aus­zu­ho­len und sie hat im­mer ein Lä­cheln im Ge­sicht“, sagt Wil­li­ams.

Auch für die Sie­ge­rin gab es an­er­ken­nen­de Wor­te. Deutsch­lands Ten­nis-Le­gen­de St­ef­fi Graf be­glück­wünsch­te Se­re­na Wil­li­ams. Die hat­te Grafs Grand-Slam-Re­kord ein­ge­stellt (22 Ti­tel). „Was für ei­ne un­glaub­li­che Vor­stel­lung von Se­re­na in Wim­ble­don!“, schrieb Graf auf ih­rer Face­book-Sei­te. Se­re­na Wil­li­ams sei ein „Ge­schenk“.

161 Ta­ge nach ih­rem Tri­umph bei den Aus­tra­li­an Open kün­dig­te Ker­ber selbst­be­wusst an: „Ich will noch mehr Grand-Slam-Tur­nie­re ge­win- nen. Und ich den­ke, ich bin auf ei­nem gu­ten Weg.“Nun gilt Ker­bers Blick dem nächs­ten gro­ßen Tur­nier. Bei den Olym­pi­schen Spie­len in Rio de Janei­ro (5. bis 21. Au­gust) wird sie die deut­sche Ten­nis-Aus­wahl an­füh­ren. Ti­tel­ver­tei­di­ge­rin, wie soll­te es an­ders sein, ist ih­re neue Dau­er­kon­tra­hen­tin Se­re­na Wil­li­ams. LON­DON (sid) Nach­dem sich An­dy Mur­ray sei­nen Kind­heits­traum beim Wim­ble­don-Heim­spiel zum zwei­ten Mal er­füllt hat­te, bra­chen beim Bri­ten al­le Däm­me. Mur­ray wein­te nach dem 6:4, 7:6 (7:3), 7:6 (7:2) im Fi­na­le ge­gen den Ka­na­di­er Mi­los Rao­nic – und schäm­te sich sei­ner Trä­nen nicht. Der Wahl-Lon­do­ner aus Schott­land hol­te sich un­ge­fähr­det nach 2:48 St­un­den sei­nen drit­ten Grand-Slam-Ti­tel nach 2012 (US Open) und 2013 (Wim­ble­don) und warf da­nach sein Ra­cket in die Men­schen­men­ge.

Mur­ray star­te­te in sein drit­tes Grand-Slam-Fi­na­le des Jah­res stark und nutz­te sei­nen zwei­ten Break­ball zur 5:3-Füh­rung. Nach 41 Mi­nu­ten hol­te sich der Olym­pia­sie­ger von 2012 den ers­ten Durch­gang. Auch in der Fol­ge re­tur­nier­te Mur­ray die ers­ten Auf­schlä­ge des 1,96m-Hü­nen Rao­nic – der im Halb­fi­na­le Ro­ger Fe­de­rer in fünf Sät­zen be- zwang – und ließ selbst nur zwei Break­bäl­le zu. Mur­ray, der als Kind ei­nen Amok­lauf an sei­ner Schu­le in Dun­bla­ne über­leb­te, hat­te sich be­reits 2013 zum bri­ti­schen Volks­hel­den ge­mau­sert. Da­mals hat­te er die 77-jäh­ri­ge War­te­zeit der stol­zen Bri­ten auf ei­nen Ti­tel bei ih­rem HeimGrand-Slam be­en­det, Olym­pia­gold in Lon­don und den Da­vis Cup ge­won­nen.

Die Ta­ges­zei­tung The Ob­ser­ver hat­te am Tag des Fi­nals ge­fleht: „Bit­te An­dy, mun­ter uns auf! Das Wet­ter ist schreck­lich, das Pfund stürzt ab, die EU­RO ist ge­floppt (nicht Wa­les), der Br­ex­it kommt“.

Zu den ers­ten Gra­tu­lan­ten zähl­ten in den Ka­ta­kom­ben Prinz William und sei­ne Frau Ka­te. „Dank Dir hat­ten wir ei­nen tol­len Tag, Du hast klas­se ge­spielt. Das war ein tol­les Match zum Zu­schau­en“, sag­te die Her­zo­gin zu ih­rem „Un­ter­tan“in kur­zen Ho­sen.

In der Roy­al Box klatsch­te Bo­ris Be­cker dem Lo­kal­ma­ta­do­ren an­er­ken­nend Bei­fall. Der drei­ma­li­ge Wim­ble­don­sie­ger konn­te das Fi­na­le der 130. Cham­pi­ons­hips ent­spannt ver­fol­gen, da sein Schütz­ling No­vak Djo­ko­vic (Ser­bi­en/Nr. 1) völ­lig über­ra­schend be­reits in der drit­ten Run­de aus­ge­schie­den war.

FO­TO: IMA­GO

Se­re­na Wil­li­ams (un­ten) wirft ihr Ra­cket von sich und sinkt vor Freu­de auf den „hei­li­gen Ra­sen“vom Wim­ble­don. An­ge­li­que Ker­ber ist den Trä­nen na­he, zeigt sich aber als gu­te Ver­lie­re­rin.

FO­TO: DPA

Zum zwei­ten Mal darf An­dy Mur­ray den „Chal­len­ge-Cup“küs­sen.

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