SC West: Fors­ter über­zeugt, aber die Stür­mer­fra­ge bleibt

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORFER SPORT -

(zab) Das blau-wei­ße Tri­kot von SC West-Spie­ler Fa­bio Fors­ter war klatsch­nass und in sei­nem Ge­sicht zeich­ne­te sich die An­stren­gung der ver­gan­ge­nen Ta­ge ab. Gleich zwei­mal tes­te­te der Fuß­ball-Ober­li­gist un­ter den hit­zi­gen Tem­pe­ra­tu­ren sei­ne Form. Die ers­te Par­tie ge­gen die bru­tal ef­fek­ti­ve U23 des nie­der­län­di­schen Erst­li­gis­ten Ro­da Kerk­ra­de en­de­te 2:5, der dar­auf­fol­gen­de Heim­auf­tritt ge­gen den Re­gio­nal­li­gis­ten TSG Sprock­hö­vel 0:1.

Ob­wohl bei­de Spie­le mehr oder min­der deut­lich ver­lo­ren gin­gen, hat­te sich der per­so­nell arg ge­beu­tel­te SCW gut ver­kauft. Ih­ren An­teil dar­an hat­ten ins­be­son­de­re die Zu­gän­ge, mit de­nen sich John zu­frie- den zeig­te. Auf der rech­ten Sei­te lief der ehe­ma­li­ge Aa­che­ner Ca­nel Ce­tin die Au­ßen­bahn auf und ab. Mar­kus Zim­mer­mann bil­de­te mit Fors­ter die De­fen­si­ve, al­ler­dings schal­te­te sich der Ex-Ka­pi­tän aus Kle­ve auch im­mer wie­der mit in die Zen­tra­le ein. Nur beim Ab­schluss ha­per­te es beim 25-Jäh­ri­gen noch, als er sich ge­gen die TSG nach ei­ner un­ter­lau­fe­nen Flan­ke des Tor­warts doch et­was zu über­rascht zeig­te.

Al­ler­dings steht er da­mit nicht al­lei­ne dar. All­ge­mein ist nicht nur beim SCW, son­dern zur­zeit in ganz Deutsch­land die De­bat­te um die feh­len­den klas­si­schen Mit­tel­stür­mer groß. In Si­mon Deuß (Ur­laub) be­sitzt der SCW zwar ei­nen sol­chen An­grei­fer im Ka­der, doch ähn­lich wie beim EM-Halb­fi­na­le von Deutsch­land, als in Ma­rio Go­mez der ein­zi­ge no­mi­nel­le DFB-An­grei­fer aus­fiel, fehlt die Al­ter­na­ti­ve. Es scheint, als wür­de auch SCW-Trai­ner Mar­cus John bei der Su­che nach sei­nem Wunsch­stür­mer nicht die ge­wünsch­ten Er­fol­ge er­zie­len. Dem zu­letzt ge­tes­te­ten Id­ris­sa Sow er­teil­te John je­den­falls ei­ne Ab­sa­ge.

Ent­spre­chend ist es mög­lich, dass er künf­tig ei­ne Sys­tem-Um­stel­lung in Kauf nimmt. Das bis­he­ri­ge 4-4-2, mit dem John auch in den Test­spie­len agier­te, könn­te vor al­lem dann ei­ner Ve­rän­de­rung un­ter­lie­gen, wenn der SCW ei­nen wei­te­ren „Sech­ser“, mit dem John wohl in Ver­hand­lung ist, ver­pflich­tet. Mit Chris Zil­gens, „Apo“Ke­se­rog­lu, Mar­cel Ewertz, Fors­ter und Mis­ter X hät­te John gleich fünf Spie­ler, die die de­fen­si­ve Mit­tel­feld­po­si­ti­on be­klei­den könn­ten.

Viel­leicht wür­de dann das 4-3-3, mit dem John in der Vor­sai­son den Wup­per­ta­ler SV über­rasch­te, zur neu­en Haupt­for­ma­ti­on wer­den. „Ei­ne Sys­tem­um­stel­lung wer­den wir durch­aus in Er­wä­gung zie­hen“, be­stä­tigt der Coach. Ab­hän­gig wird das Gan­ze vom end­gül­ti­gen Spie­ler­ma­te­ri­al sein. „17+2 Spie­ler rei­chen mir ei­gent­lich nicht. Zwar ha­ben wir ei­ne gu­te Leis­tungs­dich­te, aber ich wür­de schon ger­ne mit 20+2 Spie­lern in die Sai­son ge­hen.“

FO­TO: HOMÜ

Fa­bio Fors­ter (weiß) im Zwei­kampf mit Sprock­hö­vels Si­mon Bu­kow­ski.

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