Bock als Gärt­ner

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - LESERBRIEFE -

Mit Wer­ner Mül­lers Vor­schlag ei­nes Ruhr­ge­biets-So­lis möch­te sich an­schei­nend der Bock als Gärt­ner emp­feh­len. Durch jahr­zehn­te­lan­ge Koh­le-Sub­ven­tio­nen und die Lob­by­ar­beit von Mül­ler und Co. zu­guns­ten der Koh­le­indus­trie wur­de der Struk­tur­wan­del des Ruhr­ge­biets aus­ge­bremst, mit Steu­er­geld. Jetzt soll wie­der der Steu­er­zah­ler ran. Ein Ruhr­ge­biets-So­li soll her, um die Fol­gen ei­ner Po­li­tik von ges­tern ab­zu­mil­dern. Struk­tur­wan­del? Fehl­an­zei­ge. Statt­des­sen soll nach dem En­de der St­ein­koh­le jetzt wei­ter auf Braun­koh­le ge­setzt wer­den. Die Fol­gen für Wirt­schaft, Um­welt und Ge­sund­heit kön­nen ja ru­hig un­se­re Kin­der aus­ba­den. Was wir jetzt drin­gend brau­chen, sind In­ves­ti­tio­nen in die Zu­kunft. Der Aus­bau von er­neu­er­ba­ren Ener­gi­en ge­hört un­be­dingt da­zu, nicht de­ren De­cke­lung! Na­tür­lich kos­tet der Aus­bau er­neu­er­ba­rer Ener­gi­en Geld. Das Geld ist aber dort bes­ser an­ge­legt als in Braun­koh­le und Co. Un­se­re Kin­der wer­den es uns dan­ken. Wer wie Herr Mül­ler den Kli­ma­wan­del ver­nied- licht, han­delt in ho­hem Ma­ße ver­ant­wor­tungs­los und ist von ges­tern. Mei­ne Ant­wort auf die Fra­ge, was die Wirt­schaft tun muss, da­mit der Struk­tur­wan­del bes­ser läuft, lau­tet: Als ers­tes Herrn Mül­ler in Ren­te schi­cken! Dr. Stefan May­er 46535 Dins­la­ken

FO­TO: ENDERMANN

Für sei­nen Vor­schlag, ei­nen Ruhr­ge­biets-So­li zu er­he­ben, ern­tet Wer­ner Mül­ler, Chef der RAG-Stif­tung, nicht nur Bei­fall, son­dern auch Kri­tik.

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