Län­ge­res Ar­bei­ten soll lu­kra­ti­ver wer­den

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - VORDERSEITE -

BER­LIN (RP) Uni­on und SPD wol­len bis zum Spät­herbst die Fle­xi-Ren­te be­schlie­ßen, um län­ge­res Ar­bei­ten at­trak­ti­ver zu ma­chen. „Wenn al­les gut läuft, ver­ab­schie­det der Bun­des­tag im No­vem­ber das Ge­setz zu den fle­xi­blen Über­gän­gen in Ren­te“, sag­te SPD-Ar­beits­markt­ex­per­tin Kat­ja Mast. Masts CDU-Kol­le­ge Karl Schie­wer­ling er­klär­te, die Neu­re­ge­lun­gen könn­ten vor­aus­sicht­lich im Som­mer 2017 in Kraft tre­ten. Auf die De­tails hat­te sich die Ko­ali­ti­on be­reits im No­vem­ber 2015 ver­stän­digt. Die Ko­ali­ti­ons­spit­zen ga­ben aber erst im Mai end­gül­tig grü­nes Licht.

Laut dem Ge­setz­ent­wurf sol­len die Hür­den für ei­ne vor­ge­zo­ge­ne Teil­ren­te ver­rin­gert wer­den. Künf­tig dür­fen Teil­rent­ner mehr vom Zu­ver­dienst zu den Al­ters­be­zü­gen be- hal­ten. Zu­dem wer­den Ar­beit­ge­ber bei den Bei­trä­gen zur Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung ent­las­tet, wenn sie Rent­ner über das Er­rei­chen der Al­ters­gren­ze hin­aus be­schäf­ti­gen. Die Bun­des­agen­tur für Ar­beit muss da­durch mit Min­der­ein­nah­men von 79 bis 87 Mil­lio­nen Eu­ro jähr­lich rech­nen. Zu­dem wur­den neue Leis­tun­gen im Be­reich von Prä­ven­ti­on und Re­ha­bi­li­ta­ti­on ver­ein­bart, da­mit mehr Äl­te­re fit für die Ar­beits­welt blei­ben. Der Ent­wurf sieht auch vor, dass man hö­he­re Ren­ten­an­wart­schaf­ten er­wirt­schaf­ten kann, wenn man trotz Voll­ren­te noch be­schäf­tigt ist. Zur Jahr­tau­send­wen­de ar­bei­te­ten 20 Pro­zent der 60- bis 64-Jäh­ri­gen in Deutsch­land noch. 2010 wa­ren es schon 41 Pro­zent, 2014 dann 53 Pro­zent.

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