Abe bleibt Ja­pans Pre­mier und will Ver­fas­sung än­dern

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - POLITIK -

TO­KIO (dpa) Nach ei­nem deut­li­chen Wahl­sieg sei­nes Re­gie­rungs­la­gers hat Ja­pans rechts­kon­ser­va­ti­ver Mi­nis­ter­prä­si­dent Shin­zo Abe zu ei­ner De­bat­te über ei­ne Re­vi­si­on der pa­zi­fis­ti­schen Ver­fas­sung auf­ge­ru­fen. Sei­ne Ko­ali­ti­on hat­te am Sonn­tag die Ober­haus­wahl klar ge­won­nen und hät­te nun zu­sam­men mit an­de­ren re­form­wil­li­gen kon­ser­va­ti­ven Kräf­ten die für ei­ne Ver­fas­sungs­än­de­rung nö­ti­ge Zwei­drit­tel­mehr­heit, be­rich­te­ten meh­re­re Me­di­en. Abes klei­ne­rer Ko­ali­ti­ons­part­ner Kom­ei­to dämpf­te je­doch die Er­war­tun­gen: Er rech­ne nicht da­mit, dass es plötz­lich Fort­schrit­te beim The­ma Ver­fas­sungs­än­de­rung ge­be, wur­de Par­tei­chef Natsuo Ya­ma­gu­chi zi­tiert.

Abe ver­tritt die An­sicht, dass die pa­zi­fis­ti­sche Nach­kriegs­ver­fas­sung nicht der ei­ner un­ab­hän­gi­gen Na­ti­on ent­spricht, da sie Ja­pan 1946 von der Be­sat­zungs­macht USA auf­ge­zwun­gen wor­den sei. Kri­ti­ker be­fürch­ten, dass Ja­pan bald nicht mehr das de­mo­kra­ti­sche und freie Land sein könn­te, das es seit dem ver­lo­re­nen Zwei­ten Welt­krieg bis­lang war, soll­te die Ver­fas­sung ge­än­dert wer­den.

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