Grü­ne strei­ten wei­ter über Ver­mö­gen­steu­er

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - WIRTSCHAFT -

BER­LIN (dpa) Die Grü­nen strei­ten, ob Rei­che in Deutsch­land ei­ne Ver­mö­gen­steu­er zah­len sol­len. Der Punkt sei „strit­tig“, heißt es in ei­nem Pa­pier, das ei­ne Steu­er-Ar­beits­grup­pe ges­tern nach zwei­jäh­ri­ger Ar­beit vor­leg­te. Klar ist, dass Men­schen mit gro­ßem Ver­mö­gen mehr Steu­ern zah­len sol­len, nicht aber, wie dies ge­sche­hen soll: über ei­ne Ver­mö­gen­steu­er, wie es Par­tei­che­fin Si­mo­ne Pe­ter vom lin­ken Par­tei­flü­gel ger­ne hät­te, oder ei­ne schär­fe­re Erb­schaft­steu­er, die Par­tei­chef Cem Öz­de­mir vom Rea­lo-Flü­gel will. Spä­tes­tens für den Par­tei­tag im No­vem­ber rech­ne sie mit ei­nem Kon­sens, so Pe­ter.

In Deutsch­land gibt es zwar ei­ne Ver­mö­gen­steu­er, sie wird aber seit den 90er Jah­ren nicht mehr er­ho­ben. Die Grü­nen wol­len ih­re Steu­er­plä­ne we­nig de­tail­liert aus­ar­bei­ten. Bei der Bun­des­tags­wahl 2013 wa­ren sie mit ih­rem Steu­er­wahl­kampf ge­schei­tert und sack­ten auf 8,4 Pro­zent – auch weil sie Sing­le-Ein­kom­men ab 60.000 Eu­ro hö­her be­steu­ern woll­ten. Nun soll es Ein­kom­men erst ab 100.000 Eu­ro tref­fen.

Auch für den Ab­bau des Ehe­gat­ten­split­tings hat die Par­tei noch kein Kon­zept. Bis­her gibt es drei Va­ri­an­ten: ein schritt­wei­ses En­de des Split­tings über zehn bis 15 Jah­re, ei­ne Neu­re­ge­lung nur für Paa­re, die nach der ge­plan­ten Re­form hei­ra­ten, und ei­nen Mit­tel­weg – neu­es Recht für künf­ti­ge Ehe­paa­re, schritt­wei­ser Um­bau für be­reits Ver­hei­ra­te­te. Die Grü­nen se­hen im Split­ting ei­ne Be­vor­zu­gung von Ehen ge­gen­über an­de­ren Paa­ren und Fa­mi­li­en.

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