Mil­li­ar­där Berg­gru­en spricht übers Va­ter­sein

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - KRUSCHEL ERKLÄRT’S -

Kin­der­mäd­chen hal­ten den ehe­ma­li­gen Kar­stadt-In­ves­tor per SMS auf dem Lau­fen­den.

LOS AN­GE­LES (emy) Drei Mo­na­te nach der Ge­burt sei­ner zwei Kin­der hat der ame­ri­ka­nisch-deut­sche Groß­in­ves­tor Ni­co­las Berg­gru­en ei­nen Ein­blick in sei­nen All­tag als Va­ter ge­ge­ben. Von ei­ner Fa­mi­lie im her­kömm­li­chen Sinn sind der 54-Jäh­ri­ge, sein Sohn Alex­an­der und sei­ne Toch­ter Olympia al­ler­dings weit ent­fernt.

Schon die Ge­burt der Kin­der im April hat­te für Schlag­zei­len ge­sorgt. An­geb­lich soll Berg­gru­en, der in Deutsch­land mit dem Kauf der in­sol­ven­ten Wa­ren­haus­ket­te Kar­stadt im Ju­ni 2010 be­kannt ge­wor­den war, den Jun­gen und das Mäd­chen für je­weils rund 100.000 Eu­ro ge­kauft ha­ben. Da­für be­nö­tig­te er zwei Ei­zel­len­spen­de­rin­nen und zwei Leih­müt­ter. In Ka­li­for­ni­en, wo Berg­gru­en lebt, ist das le­gal. Nun scheint der Mil­li­ar­där auch läs­ti­ge Auf­ga­ben wie das Win­deln­wech­seln und Füt­tern der bei­den lie­ber an­de­ren über­las­sen zu wol­len. Wie er im Ge­spräch mit dem bri­ti­schen „The Ti­mes Ma­ga­zi­ne“be­rich­tet, wer­den die Klei­nen rund um die Uhr von zwei Kin­der­mäd­chen be­treut. Mit ih­rem Va­ter be­woh­nen die Ge­schwis­ter nicht ein­mal das glei­che Stock­werk sei­nes Hau­ses in Los An­ge­les.

Ei­ne Part­ne­rin scheint der Sing­le Berg­gru­en bis­lang nicht zu ver­mis­sen: „Es ist wirk­lich un­glaub­lich, dass ich Kin­der ha­ben kann, die ge­ne­tisch mei­ne sind, de­nen ich na­he bin, oh­ne die da­zu­ge­hö­ri­ge Part­ne­rin zu ha­ben“, schwärmt er. „Ich hat­te nie gro­ßes In­ter­es­se an Kin­dern. Aber dann kam es plötz­lich: boom.“

Wie nah Berg­gru­en sei­nen Kin­dern aber tat­säch­lich steht, bleibt frag­lich. Die Kin­der­mäd­chen hal­ten ihn per SMS über das Be­fin­den sei­ner Spröss­lin­ge auf dem Lau­fen­den. Will er Alex­an­der und Olympia se­hen, fährt er mit dem Lift ins Erd­ge­schoss sei­nes Hau­ses. Er selbst wohnt im ers­ten Stock.

Dass er al­ler­dings ir­gend­wann ein­mal ei­ne ernst­haf­te Be­zie­hung oder so­gar ei­ne Ehe füh­ren könn­te, hat Berg­gru­en, des­sen Ver­mö­gen vom „For­bes Ma­ga­zi­ne“auf 1,5 Mil­li­ar­den US-Dol­lar ge­schätzt wird, noch nicht ganz aus­ge­schlos­sen. „Ich glau­be schon, ja“, sagt er. „Ich tue die Din­ge eben in um­ge­kehr­ter Rei­hen­fol­ge.“

Der in Frank­reich ge­bo­re­ne und in der Schweiz auf­ge­wach­se­ne Berg­gru­en hat ei­nen Bru­der so­wie zwei Halb­ge­schwis­ter aus der ers­ten Ehe sei­nes Va­ters.

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